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Lost in the Ocean : Japan sucht nach einer Insel

Die verschwundene Insel lag vor der nördlichsten Insel Hokkaido, hier zu sehen ist das Windsor Hotel in Toyako auf Hokkaido (Archivbild). Bild: dpa

Wo ist Esanbe Hanakita Kojima? Die kleine Insel mit dem langen Namen ist verschwunden, irgendwo im Ozean, vor der Küste Hokkaidos. Die Küstenwache ermittelt.

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          Japans Küstenwache sucht nach einer verschwundenen Insel. Vermisst wird Esanbe Hanakita Kojima vor der Küste Hokkaidos, der nördlichen Hauptinsel des Landes. Unbemerkt von den Bewohnern des Ortes Sarufutsu auf Hokkaido, der nur 500 Meter von dem Inselchen entfernt liegt, ist die Mini-Insel in den vergangenen Jahren von Eis und Wellen hinweggespült worden. So lautet zumindest die Vermutung der Küstenwache. Fischer hätten das Gebiet um die Insel gemieden, weil dort Felsenriffe unter Wasser existierten. Esanbe Hanakita Kojima ragte bei der letzten Messung 1987 exakt 1,4 Meter über dem Meeresspiegel auf.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Erst ein angereister Autor, der die Felsinsel besichtigen wollte, stellte vor wenigen Wochen das Verschwinden fest und alarmierte die Behörden. Die Küstenwache will nun genau prüfen, was vorgefallen ist. Für die japanische Regierung ist der Verlust der Insel ein Schlag ins Kontor. Erst vor vier Jahren hatte die Regierung der kleinen Insel den langen Namen Esanbe Hanakita Kojima gegeben.

          158 Inseln rund um Japan wurden damals erstmals offiziell benannt, um territoriale Ansprüche und den Anspruch auf die exklusive Wirtschaftszone rund um Japan zu untermauern. Japan liegt mit allen Nachbarstaaten in Konflikt über die Souveränität über teils unbewohnte Felsinseln. Mit dem Verlust der Insel vor Hokkaido droht nun eine kleine Schrumpfung der exklusiven Wirtschaftszone in Richtung Russland.

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