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Tourismus und Social Media : Wer rettet das Reisen vor Instagram?

  • -Aktualisiert am

Die Trolltunga („Trollzunge“) im Nordosten Norwegens: Früher kamen 800 Besucher jährlich, dank Instagram wollen heute Zehntausende ein Foto – und Likes dafür. Bild: dpa

Anstehen, nur für ein Foto: Instagram ist eine tolle Art, neue Orte kennenzulernen. Aber vielleicht nicht, wenn alle dasselbe Ziel haben?

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          Ein Bergsee in Norwegen, mitten im Nirgendwo. Ein Mann thront auf einem Felsvorsprung. Über ihm weiter Himmel, unter ihm glitzerndes Wasser. 15.000 Likes bekommt das Foto auf Instagram. „Amazing“, schreibt ein User. Die Menschen, die Schlange stehen, um es dem Mann gleichzutun, sind nicht im Bild. Früher kamen jährlich 800 Eingeweihte zur Trolltunga im Nordosten des Landes, dank sozialer Medien sind es heute 80.000. Instagram hat den Felsen berühmt gemacht.

          Das soziale Netzwerk, das User schöne Fotos teilen lässt, hat das Reisen verändert. Geotagging, das Markieren vom Standort eines Bildes via Smartphone, ist das neue Neckermann. Mit einem Klick lässt sich feststellen, wo genau das Bild gemacht wurde, mit ein paar mehr Klicks die Reise dorthin planen. Norwegischer Bergsee oder der Horseshoe Bend in Arizona? Der User hat es in der Hand. Instagram liefert einen Reisekatalog, der sich in Echtzeit aktualisiert.

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