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Moskaus Quellen : Zum Wasserholen in den Wald

Weg zum Wasser: Die Quelle „Zarin-Schwan“ ist bei Moskauern so beliebt, dass man dorthin Holzwege durch den Wald gebaut hat. Bild: Maximilian von Lachner

Viele Moskauer holen ihr Trinkwasser an einer der zahlreichen Quellen der Hauptstadt. Auf den Spuren einer Liebe.

          4 Min.

          Federnden Schrittes eilt Sergej voran. Hinter sich zieht er eine große, leere Plastik­flasche auf einem Wägelchen, von dem die schwarze Farbe ab­blättert. Sein Ziel ist die Quelle „Zarin-Schwan“ im Park Pokrows­koje-Strjeschn­jewo im Nordwesten von Mos­kau. Der Park liegt gleich neben der Straße zum Großflughafen Scheremet­jewo; das Dröhnen hört man erst tief im Inneren des Parks nicht mehr. Sergej wohnt in der Gegend. Er ist 58 Jahre alt, und schon seit 50 Jahren kommt er her, „erst mit den Eltern, jetzt allein“, erzählt er im Gehen. Mit dem Wägelchen habe schon sein Vater Wasser geholt, sagt Sergej und verweist fröhlich auf Analysen, die zeigten, dass dies wirklich „das beste Wasser von Moskau“ sei. Er steigt die Treppe hinab, die einen Abhang hinunter zur Quelle führt.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Die russische Hauptstadt mit den vielspurigen Verkehrsachsen steht nicht im Ruf, eine grüne Stadt zu sein. Jeder kennt den Kreml, den Roten Platz, die Hoch­häuser in Stalins Zuckerbäckerstil. Dabei sind die vielen Parks der Stadt ebenfalls würdige Visitenkarten. Manche dienen eher der Unterhaltung als dem Naturerlebnis, bieten neben Spielplätzen Karusselle, Kindereisenbahnen, im Winter Eislaufbahnen. Doch auch für Bäume muss man nicht weit fahren.

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