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Wohnpsychologe im Interview : „Ökologisch gesehen ist die Weihnachtszeit eine Katastrophe“

  • -Aktualisiert am

Für die Frankfurter Messe Christmasworld gehört zu Weihnachten auch ein Einhorn. Bild: Daniel Vogl

In der Vorweihnachtszeit dekorieren die Deutschen ihre Wohnungen besonders exzessiv. Der Wohnpsychologe Uwe R. Linke erklärt, was dahintersteckt – und warum Männer tendenziell Einrichtungsmuffel sind.

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          Herr Linke, die Deutschen neigen dazu, vor den Festtagen immer exzessiver zu dekorieren. Woran liegt das?

          Es gibt ein zunehmendes Überangebot billig produzierter Artikel aus Fernost, die den Kunden zum Konsum verführen. Dabei wird uns suggeriert, ein paar Zweige vom Nadelbaum und eine Kerze seien nicht genug, weil man Weihnachten scheinbar für andere in Szene setzen muss. Ökologisch gesehen ist das eine ziemliche Katastrophe.

          Viele mögen das heimelige Adventsgefühl.

          Weihnachtsschmuck löst Nostalgieschübe aus, weil er uns an die Kindheit erinnert. Das funktioniert bei fast allen Menschen. Auch bei mir, wobei es in meiner Familie weniger um Schmuck ging, sondern um die Geselligkeit, den Schnee, die Weihnachtsbäckerei. Wir hatten damals ein Einrichtungshaus und waren in der Vorweihnachtszeit besonders damit beschäftigt, für andere Menschen ein schönes Fest zu gestalten.

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