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Radfahren in der Stadt : Macht mal Platz!

Ein Fahrradfahrer fährt im April in Rostock hinter parkenden Autos entlang. Der Radweg, den es an dieser Stelle gab, wurde entfernt. Bild: ZB

Der Sommer in der Stadt könnte so schön sein – wären da nur nicht all die Autos. Unsere Autorin plädiert dafür, den städtischen Raum neu zu verteilen. Davon würden selbst die Autofahrer profitieren.

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          Auf dem Gehweg vor meiner Haustür parkt seit Wochen ein Monstertruck. Sein Rücklicht geht mir bis zur Brust, er ist sechsmal so breit wie ich und nimmt mehr als zwei Drittel des Bürgersteigs an dieser Stelle ein. Selbst für die Wüste oder für ein Kriegsgebiet wäre er überdimensioniert. Auf diesem Monstrum kleben Sticker: „Is there a life after death? Touch my truck and you'll find out.“ Und: „My other ride is your mom.“

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Warum er nicht abgeschleppt wird? Er steht da ganz legal. In der ruhigen Einbahnstraße, in der ich im Nordosten von Frankfurt wohne, ist Parken auf dem Gehweg erlaubt. Überall dort, wo geparkt wird, passen zwei Menschen nur dann aneinander vorbei, wenn keiner von beiden einen Kinderwagen oder Rollator schiebt. An der Stelle, wo der Monstertruck steht, ist es auch ohne solches Zubehör für zwei Fußgänger zu eng.

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