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Wandfarben : Diese Farben hat die Welt noch nicht gesehen

„Paula’s Kitchen“: Eine Farbe zwischen Koralle und Pink Bild: Caparol Farben Lacke Bautenschutz GmbH

Neues auf dem Premiumfarben-Markt: Eine neue Produktlinie besticht durch besondere Brillanz und Tiefe.

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          Diese Farben! Irgendwie ist in diesem Haus alles anders. Aber wie? Die Antwort können nur zwei Frauen geben, die sich in ihrem Farbgeschmack gut zu ergänzen scheinen. Annika Murjahn ist Kunsthistorikerin, lebt in London und ist im Nebenberuf die Schwester von Ralf Murjahn, dem Chef der Deutschen Amphibolin-Werke (DAW) in Ober-Ramstadt, der in fünfter Generation Farben für Profis (Caparol) und für jedermann (Alpina) herstellt. Paula Macedo Weiß ist Juristin, stammt aus Brasilien und lebt mit Mann und vier Kindern in Frankfurt - in dem Haus mit den sprechenden Wandfarben, die man hier sieht.

          Alfons Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Man kann sich vorstellen, wie die beiden in der Küche zusammensaßen: Über was sonst als über Farben hätten eine Kunsthistorikerin aus einer Beschichtungssystem-Dynastie und eine begeisterungsfähige Brasilianerin, die sich beide für Mode und Trends interessieren, reden sollen?

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          Denn bisher kommt die deutsche Farbenindustrie farblos daher, anders als zum Beispiel in England, wo Farrow & Ball zu einer Lifestylemarke geworden ist. „Der Premiumfarben-Markt und Marken generell werden wichtiger“, sagt Annika Murjahn. Also ermunterte ihr Bruder sie bei dem Projekt, das Familienunternehmen mit einer speziellen Produktlinie zur Endverbrauchermarke auszubauen. Annika Murjahn entwickelte gemeinsam mit Paula Macedo Weiß und weiteren Farbdesignern, Innenarchitekten und Trendforschern „Caparol Icons“, eine Linie für Premiumfarben, die man nicht bei Hornbach wird kaufen können (dort gibt es ja schon Alpina weiß), sondern in Einrichtungsgeschäften oder Trendläden.

          Auch dieser Rot-Ton . . . Bilderstrecke

          120 Farben – sogar für Kinderspielzeug geeignet

          Die Farben enthalten reine Pigmente in bis zu doppelt so hoher Konzentration wie üblich (für die besondere Farbbrillanz und -tiefe), und sie sind lösemittel- und weichmacherfrei, also sogar für Kinderspielzeug geeignet. Die firmeneigenen Chemiker und Koloristen werden gestöhnt haben angesichts der genauen Vorstellungen der engagierten Farbfachfrauen. Aber die Maler haben die 120 Farben getestet und für gut befunden. In diesen Tagen kommen sie auf den Markt.

          Speziell sind nicht nur die Farben, sondern auch die Entstehungsgeschichten, die sich auf Design, Kunst, Mode, Musik und die Zeitgeschichte beziehen. So heißt ein sanfter Grauton „Sea of Tranquility“, benannt nach dem Mondmeer, in dem Apollo 11 landete. Das rote „Hysteria“ soll an Rock-Fans denken lassen. Und die Nummer 111 ist eine Farbe irgendwo zwischen Koralle und Pink, die es bisher so auch nicht gab. Sie heißt „Paula's Kitchen“.

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