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Neuer Weltrekord : Größte Sandburg auf Rügen gebaut

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Die technischen Vorbereitungen für das Projekt „größte Sandburg der Welt“ begannen bereits im Mai. Bild: ZB

Auf Rügen gibt es einen Weltrekord zu bestaunen: 20 Künstler haben 11.000 Tonnen Sand zu einer Sandburg verarbeitet. Das Ergebnis gleicht einem riesigen Märchenschloss.

          Sie haben mit Sand gebaut, geformt und gespachtelt, und das auch noch so hoch wie niemand vor ihnen. Seit Wochen haben in Binz auf Rügen 20 Künstler an der Sandburg der Rekorde gearbeitet, die einem riesigen Märchenschloss gleicht. Richter Pravin Patel von „Guinness World Records“ aus London und der einheimische Vermesser Christian Haase ermittelten am Mittwoch mit Laser und GPS die Höhe. Das Bauwerk misst 17,66 Meter und ist damit 98 Zentimeter höher als die aktuelle Rekord-Burg in Duisburg mit 16,68 Metern, wie der Veranstalter Skulptura Projects mitteilte. Angepeilt waren demnach 17,50 Meter.

          „Es ist jedes Mal eine große Herausforderung, Wind, Wetter und andere Bedingungen spielen für den Erfolg eine große Rolle“, hatte der Holländer Martin de Zoete der „Ostsee-Zeitung“ gesagt.

          Er baut schon seit 20 Jahren Sandskulpturen. Für die Rekord-Burg in Binz brauchten er und seine Helfer etwa 11.000 Tonnen Sand, die mit Kippern herangekarrt und mit Wasser unter Druck verdichtet wurden. Am Mittwoch stieg die Spannung dann, als die Juroren des Guiness-Buchs der Rekorde aus England anreisten, um die Burg zu vermessen. Der Rekord lag bislang bei 16,68 Metern. Die Sandburg in Binz ist jetzt noch höher. Zu besichtigen ist die Rekord-Sandburg nun bis zum 3. November – wenn sie nicht gestürmt wird. Die Stadt erwartet 200.000 Besucher.

          Bildhauer arbeiten auf dem Gelände des Sandskulpturenfestivals in Binz auf der Insel Rügen an der riesigen Skulptur. Bilderstrecke

          Rügen musste mehrere Jahre auf den Weltrekord warten. 2017 stürzte die Sandburg drei Tage vor der Fertigstellung ein. 2018 verhinderten Uferschwalben einen Rekordversuch. Die geschützten Vögel hatten im Frühjahr in der Burgruine des Vorjahres Nester gebaut.

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