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Russen in Italien : Die neue Toskana-Fraktion

  • -Aktualisiert am

Il mare, il sole e i russi: An der ligurischen Küste freut man sich nicht immer über neue Nachbarn. Bild: AFP

An der ligurischen Küste siedeln sich immer mehr reiche Russen an. Einheimische sehen deren zunehmende Präsenz kritisch – ihr Geld jedoch nehmen sie gern.

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          Das schmucke Seebad Forte dei Marmi in der Toskana heißt so, weil dort alles aus Marmor ist. Das ist natürlich Unfug. In Wahrheit stammt der Name Forte dei Marmi (auf Deutsch etwa: Marmorfestung) vom „Fortino“, der kleinen Festungsanlage, die der toskanische Großherzog Leopold I. im Jahr 1788 zum Schutz des Hafens und des von dort verschifften Marmors errichten ließ. Der Marmor stammte aus den nahegelegenen Steinbrüchen von Carrara, wo Michelangelo schon Ende des 15. Jahrhunderts den Abbau jenes Blocks persönlich überwacht hatte, aus dem er seine Pietà im Petersdom formte.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Wahr ist aber, dass vieles in Forte dei Marmi aus Marmor ist. Die Fassaden von Villen und Kirchen, dazu Parkbänke und Statuen, sogar die Bordsteine am Viale della Repubblica. Auf der Strandpromenade wird eifrig gejoggt und geradelt. Die Gipfel der Apuanischen Alpen im Hinterland strahlen schneeweiß. Man kann aber nicht sagen, ob es tatsächlich Schnee ist, der dort oben noch liegt, oder ob die Marmorflöze von Carrara im fahlen Sonnenlicht glimmen.

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