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Gigi Hadid zeigt Wohnung : Wie man ein Millionen-Appartement besser nicht einrichtet

Mag es privat gern bunt: Topmodel Gigi Hadid Bild: EPA

Topmodel Gigi Hadid hat viel Geld für ihr Appartement in Manhattan ausgegeben. Nun veröffentlichte sie Fotos ihrer Inneneinrichtung – die mitunter befremdlich anmutet.

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          Es gibt Aphorismen, deren Wahrheitsgehalt beständig belegt wird. Das Coco Chanel zugeschriebene Zitat „Mode kann man kaufen, Stil muss man haben“ ist so einer. Den Beweis, wie viel Wahrheit darin liegt, trat unlängst Topmodel Gigi Hadid an.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Auf Instagram zeigte sie Aufnahmen ihres New Yorker Appartements. „Ich habe das ganze vergangene Jahr damit zugebracht, mein Herzensprojekt umzusetzen: Meinen Traumplatz.“ Der Rundgang beginnt mit einer orientalisch inspirierten Sofalandschaft von Missoni mit orange-, blau- und lilafarbenen Polstern, von der Seite lugt ein Kissen im typischen Zickzack-Muster herein. Ein anderes Kissen ist vom französischen Designer Jean Paul Gaultier entworfen. Neben dem Flachbildfernseher stehen in einem Korb alte Holzskier und ein Snowboard in Regenbogenfarben. An der mit Holz verkleideten Wandfläche daneben hängt ein gezacktes Bild der Künstlerin Austyn Weiner.

          Überhaupt hat Hadid eine Vorliebe für exzentrische Dekorelemente. So steht auf der gelben Küchenanrichte eine Holzschale mit Billardkugeln. (Die naheliegende Frage, was die dort verloren haben, wird leider nicht beantwortet.) In die Schranktüren der Anrichte sind verschiedene Pastasorten in rot, orange und blau eingelassen. (Alle natürlich gefärbt von Linda Miller Nicholson aus Seattle, die sich selbst als „Pasta Ninja“ bezeichnet und für ungeformten Pastateig auf ihrer Webseite rund 60 Dollar verlangt.)

          Vor dem Eingang zum WC steht ein mannshoher gelber Kugelschreiber und in dem kleinen Kabinett sind die Wände über gestreiftem Marmor ohne Zwischenraum mit alten New-Yorker-Ausgaben tapeziert. Auch im Rest der Wohnung paart Hadid gemusterte Teppiche, Bilder und Polster in schreienden Farben, die selten komplementär sind. Man fragt sich unweigerlich, wie ein Model, das seinen Berufsalltag in geschmackvollster Haute Couture verbringt, so wenig Geschmack in die eigenen vier Wände bringen kann.

          Das fragen sich auch ihre Fans. Auf Twitter verglichen sie Hadids Einrichtungsstil mit „dem einer Studenten-Hostel-Kette“ und bezeichneten die Fotos als „abgrundtief schrecklich“ und „Albträume verursachend“.

          Alle, die sich also während des Lockdowns gefragt haben, ob sie glücklicher wären, wenn sie eine eigene Wohnung besäßen und mehr Geld für die Inneneinrichtung zur Verfügung hätten, sei diese Instagram-Strecke zur Beruhigung empfohlen: Man kann für fast sechs Millionen Dollar ein Apartment in Manhattan kaufen und es mit teuersten Designer-Accessoires vollstopfen – und trotzdem sieht das Resultat aus, als hätte sich die vierjährige Nichte im Farbkasten vergriffen und dann großzügig Einhornstaub darüber gestreut. Stil, da hatte Coco Chanel ganz recht, kann man eben nicht kaufen.

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