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Bierbänke von Olaf Schroeder : Eine Garnitur für jede Jahreszeit

Mit Ecken und Kanten: Die Metallbeine verschwinden hinter den Holzleisten, die zusätzlich Stabilität und Standfestigkeit geben. Bild: Unternehmen

Bierbänke und -tische gelten grundsätzlich als unbequem und unansehnlich. Der Berliner Designer Olaf Schroeder beweist das Gegenteil: Seine Biertischgarnitur verbannt man nur ungern in Keller oder Schuppen.

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          Jeder hat wohl schon mal auf einer Bierbank gesessen – und weiß, dass das Sitzen auf Dauer nicht nur unbequem ist, es ist auch eine äußerst wacklige Angelegenheit. Schon gar, wenn man plötzlich als Letzter an einem Ende zu sitzen kommt. Nun sollen Biergarnituren vor allem funktional sein. Das heißt schnell auf- und wieder abbaubar, um sie nach Möglichkeit geschwind in einem Schuppen oder Keller wegpacken zu können. Dort bleiben sie, bis sie wieder gebraucht werden, um gleich mehreren Personen unkompliziert Platz bieten zu können.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Anders auf Volksfesten und in Biergärten: Dort stört sich kaum jemand an den dauerhaften Provisorien, weil sie eben praktisch und preiswert sind. Den Wirten mag es auch zupass kommen, dass ihre Gäste sich auf ihnen nicht festsitzen und schnell Platz für neue zahlende Kunden machen. Doch müssen Bierbänke und -tische grundsätzlich unbequem und unansehnlich sein?

          Genau diese Frage hat den Berliner Designer Olaf Schroeder umgetrieben. Und er hat seine Antwort darauf gefunden: die Biertischgarnitur Guard. Seinen Entwurf nennt er ein „urbanes Möbel“, für das er eine „konsequente, zeitgemäße Formensprache“ gefunden habe. Das Set aus Bank und Tisch ist aus Lärchenholz gefertigt, das Gestell aus schwarzem pulverbeschichtetem Stahl. Die markante Optik sei geprägt von klaren Konturen, sagt Schroeder. „Bekannte Rundungen und Verstrebungen sind verschwunden.“ Dafür hat er an den Seiten Holzkanten angebracht, die nicht nur zusätzliche Stabilität und Standfestigkeit geben. Die Metallbeine, die mit jeweils zwei Schrauben arretiert sind, verschwinden auch zusammengeklappt hinter diesen Kanten. Produzent der Garnitur ist der Designverleger Jan Kurtz aus Affalterbach im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Das Schöne an dem Set: Es kann draußen wie drinnen stehen – ganzjährig.

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