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Erinnerungen zur Mondlandung : „Das waren wir – da oben!“

  • Aktualisiert am

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit“: Die Mondlandung vom 20. Juli 1969 hat die Welt beeindruckt. Bild: dpa

20. Juli 1969: ein Datum für die Ewigkeit. Ob als Student, Soldat oder zukünftiger Astronaut: Acht prominente Zeitzeugen erzählen, wie sie den Tag der Mondlandung erlebten.

          14 Min.

          Hubertus Meyer-Burckhardt

          Meine Aufregung hatte weniger mit Neil Armstrong zu tun als vielmehr mit meiner Mutter. Ich saß benommen, wahrscheinlich in einen Frottee-Pyjama und einen Kinderbademantel gehüllt, vor dem Fernseher. Ich erinnere mich noch: Wir hatten einen Fernseher von Metz mit Schiebetür. Vielleicht hatte sie vorher gesagt, dass sie mich wecken würde, aber wenn, dann hatte ich es nachts wieder vergessen – weil ich es einfach nicht gewöhnt war. Ich bin mit einer alleinerziehenden Mutter großgeworden. Das „alleinerziehend“ ist insofern wichtig, weil sie jeden Morgen um sieben Uhr aufstehen und ihrem Job nachgehen musste. Und trotzdem saßen wir um drei, vier Uhr morgens vor dem Fernseher. Die Bilder kamen mir vor wie Hollywood, wie ein gut gemachter Film. Es war unwirklich. Wahrscheinlich war ich mit zwölf Jahren auch gar nicht imstande, das Außergewöhnliche in seiner ganzen Tragweite zu begreifen. Die Aufregung meiner Mutter hat mich aber beeindruckt und fasziniert. So hatte ich sie nie erlebt.

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