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Was den Planeten sauber macht : Klebstoff für Korallen und Magneten für Mikroplastik

  • -Aktualisiert am
Aus dem Meer könnten in Zukunft auch unsere Kleider kommen: Die iranisch-kanadische Designerin Roya Aghighi entwickelt gerade ein stoffartiges Gewebe aus Algen.

Zement ohne Dreck

Für den ungebremsten weltweiten Bauboom sind gigantische Mengen Zement nötig. Die Produktion ist ein Klimakiller – bis zu acht Prozent des gesamten Kohlendioxidausstoßes entstehen in den Zementfabriken. Kann man Zement auch emissionsfrei herstellen? Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in einem Laborversuch gezeigt, wie es gehen könnte. Durch ein Elektrolyseverfahren wandelten sie Kalziumkarbonat in Kalziumhydroxid, das zur emissionsfreien Herstellung von Zement geeignet ist, so die Forscher des MIT.

Tüten aus Schuppen

Nachhaltig gefangenen Fisch trägt man in Zukunft in Tüten nach Hause, die aus Fischen hergestellt wurden. Lucy Hughes, die an der University of Sussex ihren Abschluss machte, erhielt gerade den englischen James Dyson Award für ihre Idee, aus Fischabfällen wie Gräten, Häuten und Schuppen einen flexiblen und schnell kompostierbaren Ersatz für Plastik zu entwickeln. Aus den Resten eines einzigen Kabeljaus, so Hughes, könne man etwa 1400 ihrer „MarinaTex“-Beutel herstellen.

Kann man Zement auch emissionsfrei herstellen? Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in einem Laborversuch gezeigt, wie es gehen könnte.

Bäume ohne Blätter

Die mexikanische Version des Aufforstens in der dystopischen urbanen Zukunft gelingt vielleicht mit dem BioUrban 2.0. Der Roboterbaum, so die Erfinder des Start-ups BiomiTec aus Puebla, soll ungefähr so viel Schadstoffe aus der Luft ziehen können wie 350 echte Bäume. In der Metallbaumkrone sind Absorber montiert, darin reinigen spezielle Mikroalgen die verschmutzte Luft und geben Sauerstoff in die Umgebung ab. Laubfegen muss man in derartigen Roboterwäldern jedenfalls nicht.

Eis für die Arktis

Die Arktis taut auf – mit dramatischen Folgen für das Klima und die Umwelt. Durch die ehemals unpassierbare Nordwestpassage fahren jetzt Schiffe, und der Kampf um die wirtschaftliche Nutzung bisher unerreichbarer Bodenschätze hat begonnen. Ein einzigartiges Ökosystem wird von der Erde verschwinden. Frieren wir die Arktis also einfach wieder ein – Architekten aus Thailand haben sich schwimmende Eismaschinen ausgedacht. Die eiförmigen inselartigen Gebilde, die auch als Beobachtungs- und Forschungsplattformen konzipiert sind, tauchen ab, füllen sich mit Meerwasser und trennen in einem Umkehrosmoseprozess Salz- von Frischwasser, frieren das Frischwasser ein und spucken achteckige Eisberge aus, die sich dann zu großen Eisplatten verbinden sollen.

Falls es uns tatsächlich gelingt, die Meere als funktionierende Öko- systeme in Zukunft zu erhalten, kommt die Fischkanone der Tüftler von Whooshh Innovations aus Seattle zum Einsatz.

Lachse in Kanonen

Falls es uns tatsächlich gelingt, die Meere als funktionierende Öko- systeme in Zukunft zu erhalten und es dann sogar noch Lachse geben sollte, die zu ihren Laichgründen die Flüsse hinauf- schwimmen wollen, aber von Staudämmen und Wasserkraftwerken aufgehalten werden, kommt die Fischkanone der Tüftler von Whooshh Innovations aus Seattle zum Einsatz. Deren mobiles System wird im Fluss beispielsweise unterhalb eines Staudamms plaziert: Die Lachse schwimmen hinein und werden dann sofort von einem intelligenten Fischscanner überprüft. Der Grund dafür: Nur heimische Lachsarten sollen einen Fahrschein erhalten. Dann geht es, „whoosh“, nach oben. Durch einen weichen, flexiblen Schlauch werden die Lachse mit Unterdruck transportiert und nach kurzer Reise wieder herausgeblasen. Im Vergleich zum Transport mit dem Lkw ist das Whooshh-System schonender und stresst die empfindlichen Fische kaum.

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