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Ein neues Fahrrad : „Ludwig XIV.“ mit Zahnriemenantrieb

Edles Gefährt: Was bietet das Fahrrad für rund 3600 Euro? Bild: Weyer & Grill Studios

Welchem Mann, der ein wenig technikverliebt ist, ginge bei einem Wort wie Gates-Carbon-Drive nicht das Herz auf. Und ohne Öl kommt der Antrieb auch noch aus.

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          Es soll ja Leute geben, die gehen in den nächstbesten Laden oder ins Internet, kaufen das Produkt, das ihnen von einem Algorithmus oder einer Verkäuferin als passend empfohlen wird, und sind fortan zufrieden. Und dann gibt es Menschen wie unsereins, die betreiben vor jeder halbwegs großen Anschaffung Nachforschungen von geradezu wissenschaftlicher Tiefe. Die einschlägigen Testmagazine und Blogs werden konsultiert und Nutzerrezensionen genauestens studiert. Man kann sich dann zum Beispiel stundenlang mit der Frage beschäftigen, welcher Kamera-Autofokus für das Fotografieren von Vögeln im Flug am besten geeignet ist.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          In meinem Fall kam unlängst der Wunsch nach einem neuen Fahrrad auf. Die Ansprüche sind nicht eben bescheiden: Von puristischem Schick soll es sein, um im Großstadtverkehr nicht negativ aufzufallen. Gern von einem deutschen Hersteller mit einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit (kurze Lieferwege und so). Das Unternehmen sollte nicht zu groß sein, eher eine Manufaktur, ein bisschen etwas Besonderes darf es schon sein. Nach einigen Recherchen fiel mir Schindelhauer Bikes ins Auge. Der Hersteller mit Sitz in Berlin baut sehr, sehr schöne Räder.

          Charmant: klassische Namen

          Das Wichtigste sind aber die technischen Details. Welchem Mann, der ein wenig technikverliebt ist, ginge bei einem Wort wie Gates-Carbon-Drive-Zahnriemenantrieb, der ohne Öl auskommt, nicht das Herz auf. Dieser Antrieb kennt zudem keine Längung. Nicht, dass uns ein Problem dieser Art bisher besonders umgetrieben hätte, aber jetzt, wo wir es kennen, wollen wir es eben nicht mehr haben.

          Charmant an Schindelhauer sind auch die klassischen Namen der Räder wie Fridrich oder Arthur. Zu meinem Favoriten habe ich den „Edelsportler“ Ludwig XIV. gekürt, zumal er über eine 14-Gang-Rohloff-Nabenschaltung verfügt. Kostet allerdings auch ein bisschen, 3595 Euro, um genau zu sein. Erhältlich zum Beispiel in der Frankfurter Byke Boutique.

          Ich bin dann auch angesichts des Preises noch einmal in mich gegangen. Könnte es sein, so fragte ich mich, dass ich nur deshalb stundenlang auf dem Sofa liegend im Internet nach einem neuen Fahrrad gesucht habe, weil ich mir vorgaukele, ein schickeres Rad werde es mir erleichtern, den inneren Schweinehund zu überwinden? In der Garage stehen noch zwei fahrbereite, aber eingestaubte Räder. Könnte ja mal eines besteigen, Vögel fotografieren gehen.

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