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Der Turmbau zu Nassau

Von JASPER VON ALTENBOCKUM, Fotos FRANK RÖTH

19. Mai 2021 · Woher kamen die vielen Fliegen? Das ist eines der Rätsel, die der Turm des Freiherr vom Stein im Schloss Nassau aufgibt.

Wir begegneten ihr immer dann, wenn sie über den Schlosshof zum Bach ging, um eine gefaltete Zeitung hineinzuwerfen. Damit hatte sie Fliegen erschlagen. Die toten Tiere, die sie gesammelt hatte, lagen dann auf der Zeitung wie schwarze Krümel. Es waren nicht nur ein paar Fliegen. Man sah das Papier kaum, so viele tote Fliegen lagen darauf. Die Frau muss ständig um sich geschlagen haben. Aber dazu war sie eigentlich zu zierlich. 

Sie war stets in Schwarz gekleidet, als sei sie in Trauer. Im Ort erzählte man sich, sie und ihr Mann seien reich gewesen, dann sei der Mann gestorben. Nur die Perlenkette, die sie trug, verriet, dass sie glücklichere Tage erlebt hatte. Die Fliegen, das schwarze Kleid, das Alter, der gebeugte Gang – wir Kinder dachten, sie sei eine Hexe. Was natürlich dummes Zeug war.

Die Fliegen hatte sie in einem seltsamen Turm erschlagen, der nur ein paar Schritte vom Kalterbach liegt und sich an das Schloss in Nassau schmiegt. Karl Freiherr vom und zum Stein war hier geboren worden, der „preußische Reformer“. Stein und die Frau, sie passten sehr gut zusammen. Sie schien der Vergangenheit entstiegen. Im Park hinter dem Schloss hatte der Reichsritter das Herz seiner Frau beisetzen lassen. Wenn sie wieder einmal mit den toten Fliegen zum Bach ging, dachten wir Kinder: Das könnte sie sein, nur eben ohne Herz. Die arme Frau.

Das Steinsche Schloss in Nassau an der Lahn war Sitz der Reichsritter-Familie vom Stein. Die Büste des Freiherrn vom Stein, der 1757 in Nassau geboren wurde und 1831 in Cappenberg starb, schaut in das Arbeitszimmer des Turms.
Das Steinsche Schloss in Nassau an der Lahn war Sitz der Reichsritter-Familie vom Stein. Die Büste des Freiherrn vom Stein, der 1757 in Nassau geboren wurde und 1831 in Cappenberg starb, schaut in das Arbeitszimmer des Turms.

Eines Tages nahm sie uns mit in den Turm. Sie machte dort Führungen. Selten, dass Leute zur Besichtigung kamen, aber sie war an mehreren Tagen in der Woche da, auch wenn niemand kam. Vertrauen hatten wir geschöpft, weil sie immer Bonbons lutschte, Vivil-Pfefferminz aus einer kleinen grünen Packung. Der Geruch war sympathisch. Außerdem waren wir natürlich neugierig. Sie würde uns sicher in das Geheimnis der Fliegen einweihen. Warum gab es dort so viele davon?

Es gab wirklich viele. Sie summten überall, schwirrten und klapperten gegen die hohen Fenster im Erdgeschoss, saßen auf den steinernen Fensterbänken, und die Zeitung sauste auf sie nieder, sobald wir den Turm betreten hatten. Wir Kinder wussten natürlich, dass ein paar Armbewegungen und ein einfacher Zauberspruch genügt hätten, die Fliegen zu Boden zu werfen: „Abraxas, galla, galla, tse, tse.“ Aber wir trauten uns nicht. Der Turm hatte ja selbst etwas Unheimliches, Zauberhaftes.

Das Badebecken war eine Art rituelles Taufbecken.
Das Badebecken war eine Art rituelles Taufbecken.

Die Fliegen machten gar nicht den stärksten Eindruck auf uns. Gleich hinter dem Eingang, ein paar Treppen hoch, gab es linkerhand eine Badewanne, nicht irgendeine, sondern ein Becken, das in den Boden eingelassen war. Eine begehbare Badewanne! Mit steinernen Sitzen zu beiden Seiten. Nebendran und gut versteckt ein Ofen, mit dem das Wasser heiß gemacht werden konnte. Was wir nicht sahen: Es gab sogar zwei davon, das zweite Becken war verdeckt. Aber das eine reichte uns schon: In welch einem Luxus musste dieser Karl Freiherr vom und zum Stein gelebt haben!

Ein Bad im höheren Sinn


Es hatte gar nichts mit Luxus zu tun. Stein wollte dort nicht zum Vergnügen baden. Das Bad sollte zwar schon reinigen. Aber in einem höheren Sinne. Bevor man nach oben über eine Wendeltreppe ins zweite und dritte Stockwerk stieg, sollten Körper und Geist für eine neue Welt gewaschen werden. Die Badewanne war gar keine Badewanne, sie war eine Art rituelles Taufbecken. Die neue Welt, die sollte Freiheit, Deutschland, Tyrannentod und eine Verfassung bringen. Dafür hatte Stein den achteckigen Turm bauen lassen. Das war vor 200 Jahren, nach den sogenannten Befreiungskriegen. 

Stein war damals der große Gegenspieler Napoleons. Dem Sieg, „seinem“ Sieg über Napoleon, wollte er ein Denkmal setzen. Kann man sich aber vorstellen, dass Stein, der Bezwinger Napoleons, der große Staatsmann, der Retter Preußens, bei Kerzenschein hier in diesem Becken plantschte, gar mit einem seiner Gäste vielleicht, mit Humboldt, Gneisenau, Görres oder Goethe, oder mit seinem Sekretär, Ernst Moritz Arndt?

Mit Arndt schon, es spricht sogar viel dafür, dass das obskure Bad seine Idee war. Arndt hatte etwas übrig für die patriotischen Geheimbünde und die „Deutschen Gesellschaften“, die am Ende der napoleonischen Ära überall in Deutschland im Untergrund entstanden. In Preußen gab es den „Tugendbund“. Bis heute streitet man darüber, ob Stein sein Mitglied und Inspirator war. Einer der bekanntesten Bünde war der von Friedrich Ludwig Jahn, dem „Turnvater“, der von Stolz, Stärke und Reinheit der Deutschen schwärmte. Stein hielt ihn für einen Spinner. Arndt hingegen hegte gegenüber Jahn große Sympathien.

Zum Sieg über Napoleon: Gedenkhalle im Turm, die Figur des russischen Nationalhelden Alexander Newski am Eingang und die Bibliothek


Stein soll sehr viel gebadet haben, wenn auch nicht im Turm. Das wissen wir von Wilhelm von Humboldt, der öfters zu Besuch in Nassau war, auch im Sommer 1819, als der Turm schon stand. Humboldt kam aus Frankfurt, wo er in dieser Zeit fast täglich mit Stein zusammen war. In Nassau muss er in einem der spätbarocken Seitenflügel übernachtet haben, weil er seiner Frau Caroline schrieb, wie schön die Aussicht auf das Stammschloss der Steins auf dem gegenüberliegenden Ufer der Lahn gewesen sei. Die Ruine auf dem Burgberg sieht man nur von dort, wo später die „Schlossklause“ untergebracht war, eine Art Außenstelle der Rüdesheimer Drosselgasse. Nacht für Nacht übernahmen 150 Jahre später die Nachfahren musikalischer Turnväter hier das Kommando, Tony Marshall, Rex Gildo, Freddy Quinn und die schöne Maid, hast Du heut fühür mich Zeit, ho-ja, ho-ja, ho. 

Die Ruine auf dem Burgberg fand Humboldt toll, den Turm nicht so sehr. Sicher hat Stein mit ihm dort nicht gebadet. Sicher auch nicht mit Goethe. Der kannte das Schloss seit langem, hatte zu der Mutter und der Schwester Steins ein gutes Verhältnis. Mit Stein selbst war das etwas komplizierter. Es ist nicht überliefert, was sich die beiden über Politik zu sagen hatten. Das spricht dafür, dass es nicht sehr viel gewesen sein kann. Ein Grund war sicher Napoleon. Goethe bewunderte ihn. Stein hasste ihn.

Die beiden waren im Sommer 1815 zusammen nach Köln gefahren, besuchten den Kölner Dom, womit Stein erreichte, dass auch Goethe sich für dessen Wiederaufbau einsetzte. Das war nicht lange nach der Schlacht von Waterloo. Wieder in Nassau, saßen sie mit Arndt und dem Schriftsteller Joseph Görres im Park. Der Turm muss da schon als Rohbau gestanden haben. Worüber in der Runde gesprochen wurde, ist leider nicht überliefert. Aber es dürfte um die Zukunft Deutschlands gegangen sein, und das hieß damals: um die Vergangenheit, um Baukunst, um Köln, um Gotik, um Kunst. 

Stein war ein berühmter Mann. Deshalb sprach alle Welt vom Turmbau – und verdrehte schon die Augen. Sulpiz Boisserée, Gefährte Goethes und Steins, der die beiden nach Köln in sein Lieblingsprojekt gelockt hatte, ging das Bauwerk bald schon auf die Nerven. Er wollte den Dom vollenden. Aber was sollte dieser Turm? Niemand wusste so recht, was daraus werden sollte. Nicht einmal Stein schien es immer genau zu wissen. Im August 1814 war der Grundstein gelegt worden. Stein war damals zum Wiener Kongress abgereist. Er ging mit hochfliegenden Plänen und kehrte im Jahr darauf, wenige Wochen vor Goethes Besuch, resigniert nach Nassau zurück. Er hatte nichts von dem erreicht, wofür der Turm stehen sollte.

Das Arbeitszimmer im Turm
Das Arbeitszimmer im Turm

Goethe gab Stein viele Anregungen, nicht direkt, aber Stein schaute sich ab, was Goethe in Weimar und anderswo in die Wege geleitet, kritisiert oder empfohlen hatte, wem er Aufträge erteilt, wen er gelobt hatte. Neugotisch sollte der Turm werden, das galt als ziemlich mutige ästhetische Sympathiebekundung für ein national-romantisches Programm. Vom Park aus, nicht wie später vom Schlosshof her, sollte der Turm betreten werden, durch eine kleine Kapelle mit dreiseitiger Apsis, die gleich hinterm Eingang lag. Vom Bad, besser gesagt von den Bädern (denn auch für Frauen gab es ein begehbares Becken), sollte man hoch in eine Gedenkhalle für den Sieg über Napoleon steigen (mit „sky light“ durch die Decke), beleuchtet durch mittelalterliche Kirchenfenster. Im ersten Stockwerk richtete sich Stein dann aber doch lieber eine Bibliothek ein. Die Gedenkhalle wanderte weiter hoch ins zweite Stockwerk.

Im ewig unfertigen Turm


Glücklich geworden ist Stein mit dem Turmbau nicht. Das war die späte Rache Napoleons. Gleich in den ersten Monaten überschattete der Wiener Kongress die Bauarbeiten. Stein konnte sich dort mit seinen Vorstellungen über ein vereintes Deutschland nicht durchsetzen. Wenn man ehrlich ist: Auch in Preußen war es in den Jahren davor mit seinen Reformen nie richtig rund gelaufen. Aus der Wiedergeburt Deutschlands wurde nichts. Die Kaiser der Großmächte einigten sich auf etwas anderes. Preußens Wiederaufstieg, den Stein und die „Reformer“ knapp zehn Jahre zuvor eingeleitet hatten, ging in eine andere Richtung als er und die anderen, die Humboldts und Scharnhorsts, es sich ausgemalt hatten. Auch aus der Verfassung wurde nichts. Also auch nichts aus der Freiheit. 

Das brachte Stein und seinen Turm in eine seltsame Lage. Die Befreiungskriege, deren Ausgang das Bauwerk feiern sollte, waren gar keine Befreiung gewesen. Erst hatte ihn Napoleon geächtet und für vogelfrei erklärt, jetzt war Stein schon wieder der Außenseiter. Zwar wollte er keine nationale Revolution, aber auch nicht die Restauration der alten Mächte. Der Schlossherr in Nassau geriet dennoch in Verdacht, mit den Revolutionären gemeinsame Sache zu machen. Die Bäder im Erdgeschoss des Turms standen für Verschwörung und Aufwiegelei. Sie galten nicht als romantische Planschbecken, sondern als Hort der „Demagogen“. Arndt musste untertauchen. Mit den nationalistischen und demokratischen Eiferern, die auf der Wartburg Bücher verbrannten, wollte Stein aber auch nichts zu tun haben.

Restauration im Treppenaufgang: Die Reliefs sind Vorlagen für das Stein-Denkmal vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.
Restauration im Treppenaufgang: Die Reliefs sind Vorlagen für das Stein-Denkmal vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.
Restauration im Treppenaufgang: Die Reliefs sind Vorlagen für das Stein-Denkmal vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.
Gemälde im Arbeitszimmer (unten rechts Martin Luther)
Gemälde im Arbeitszimmer (unten rechts Martin Luther)
Gemälde im Arbeitszimmer (unten rechts Martin Luther)


Der Bau zog sich hin. Die Pläne wurden immer wieder geändert. Dann stand der Turm die meiste Zeit verlassen da. Im „Arbeitszimmer“, in das die Bibliothek umgewidmet worden war, hat Stein nur selten, schließlich gar nicht mehr gearbeitet. Hier begründete er die „Monumenta Germaniae Historica“, die Quellensammlung deutscher Geschichte. Aber eine bahnbrechende Schrift wie die „Nassauer Denkschrift“, in der Stein 1807 im Schloss nebenan die preußische Staatsreform entworfen hatte, entstand hier nicht. Der Ort verwandelte sich schon zu Steins Lebzeiten in eine verträumte Erinnerung daran, dass die Dinge in Deutschland nach Napoleon ganz anders hätten laufen können. 

Der Turm wurde gar zum Spott der Salons im fernen Berlin. Der preußische Klassizismus saß zu Gericht über die neugotische Mode in der nassauischen Provinz. Karl August Varnhagen von Ense, eigentlich ein langjähriger Freund von Stein, der ihn gerne als einen Republikaner gesehen hätte, schrieb „das Ding“ kurz nach dem Tod Steins in seinem Tagebuch in Grund und Boden. Von dem „altdeutschen Turm“ sei ja „unaufhörlich“ die Rede gewesen, schrieb Varnhagen nach einer Stippvisite 1835 in Nassau, aber „so was Klägliches und Geringes, Unzweckmäßiges und Geschmackloses“ habe er sich nicht vorstellen können. Das begehbare Bad machte Varnhagen zum „kellerartigen Badstübchen“, in der Bibliothek sei für die Bücher nur ein „enger Mauerwinkel als Versteck“ benutzt worden (was dem phantasievoll konstruierten Achteck im ersten Stock nun wirklich Unrecht tut). Immerhin: Im Stockwerk darüber fanden die Büsten der drei Monarchen der Heiligen Allianz, Alexander I., Franz I. und Friedrich Wilhelm III., die der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch geschaffen hatte, die Gnade („nicht übel“) vor den Augen des Berliner Schriftstellers. 

Wirklich aufschlussreich ist Varnhagens Verriss nur deshalb, weil daraus hervorgeht, dass der Turm noch immer oder schon wieder eine Baustelle war. Der Boden im zweiten Stock musste laut Varnhagen erneuert werden, weil die Marmorplatten, die dort eingebaut worden waren, sich als zu schwer erwiesen hatten. „Vier Jahre ist der Besitzer und Erbauer tot, so fällt sein geliebtes Spielwerk schon wirklich in Trümmer, ist schon zur Ruine gemacht“, höhnte Varnhagen. Von Ruine konnte keine Rede sein. Aber mit einer Beobachtung muss Varnhagen doch recht gehabt haben: „Der Turm steht ganz öde.“

Das Steinsche Schloss in Nassau an der Lahn
Das Steinsche Schloss in Nassau an der Lahn
Das Steinsche Schloss in Nassau an der Lahn

Irgendwann kamen die Fliegen. Weil der Turm nie werden konnte, was er sein sollte? Nie wirklich fertig wurde, genauso wenig wie dieses Deutschland? Weil die ganze Sache verhext und verteufelt war? In der Gedenkhalle im zweiten Stock (in dem es dann leider doch nie ein „sky light“ gab, wie Stein es sich gewünscht hatte, dafür aber einen Sternhimmel) hingen zwei Gemälde von Ernst Hartmann, die seit mehr als 100 Jahren verschollen sind: der Sieg des Guten im Kampf über das Böse. Der Kampf hatte in Deutschland aber erst begonnen. Ort und Datum der Schlachten, die gegen Napoleon geschlagen worden waren, sind auf Tafeln an der Wand festgehalten. Später kamen die Tafeln für die Schlachten hinzu, die Bismarck schlagen würde, allerdings nicht mehr im Namen der Freiheit, sondern nur noch im Namen der Nation.

Oder kamen die Fliegen, weil nie Leben einkehrte? Bis auf die alte Dame natürlich, die einen unermüdlichen Kampf gegen die Insekten führte. Der Besuch im Turm überzeugte uns Kinder übrigens davon, dass sie doch keine Hexe war (auch wenn sie uns nicht in das steinerne „Badstübchen“ ließ). Der Turm schien uns seit unserem Besuch in hellerem Licht. Es dauerte allerdings noch Jahrzehnte, bis er fertig war – sieht man einmal von den mittelalterlichen Kirchenfenstern ab, die es nicht mehr gibt. Seit einem Jahr erstrahlt das damals noch ockerbraune Achteck in seinem originalen Weiß. Die begehbaren Bäder sind beide wieder zu besichtigen. Die Kapelle im Erdgeschoss, die nie als solche genutzt und schon während des Wiener Kongresses zum Archiv, schließlich zur Rumpelkammer umgewidmet worden war, ist zum ersten Mal so, wie sie geplant war. Gedenkhalle und Bibliothek, mit ihrer verdeckten Galerie um acht Ecken, sind wie neu.

Den Grund für die Fliegen haben wir nie erfahren. Das ist aber nicht das einzige Geheimnis des Turms. Die Restauration brachte ein neues zutage. Im Stockwerk der Gedenkhalle, über der Tür zur Treppe, fand sich eine Nische mit Spitzbogen, von der niemand weiß, wozu sie gedient hat und was sie einst enthielt. Was auch immer es gewesen sein mag: Die Fliegen sind verschwunden.


Bilder aus den Achtzigern Was in Myanmar gerade verloren geht
Haus von Paula Macedo Weiß An welche Wand man auch schaut: Kunstwerke

Quelle: F.A.Z. Magazin

Veröffentlicht: 19.05.2021 08:43 Uhr