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Wohnungseinrichtung : Wir machen’s uns schön

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Gefragt: Garten- und Outdoormöbel haben Konjunktur. Bild: Slope von Weishäupl

Wenn es um ihr Zuhause geht, investieren die Deutschen. Nicht nur in Immobilien, sondern auch in die Einrichtung. Nur Schweizer und Österreicher geben mehr aus.

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          Eigentlich haben die Deutschen ein eher nüchternes Verhältnis zum Thema Einrichtung. Denkt man. Aber wenn die Statistik nicht trügt, dann sind die hiesigen Konsumenten im europäischen Vergleich besonders ausgabefreudig. Laut einer Erhebung des Marktforschers Regio-Data haben die Deutschen im vergangenen Jahr in Möbel und Heimtextilien pro Kopf knapp 580 Euro investiert. Damit rangieren sie auf Rang drei. Als Spitzenreiter und mit deutlichem Abstand (718,8 Euro) griffen die Schweizer tiefer in die Tasche. Die Österreicher gaben mit 587,5 Euro nur unwesentlich mehr als ihre deutschen Nachbarn aus.

          Die deutsche Möbelbranche, die sich am morgigen Montag in Köln auf der Einrichtungsmesse Imm Cologne neben Anbietern aus dem Ausland ein Stelldichein gibt und ihre Neuheiten präsentiert, hofft, dass auch 2016 die Kauflaune nicht nachlässt. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) rechnet damit, dass der Erlös der Herstellerbetriebe 2015 um gut 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, und gibt sich für 2016 vorsichtig optimistisch.

          Umsatzanstieg um 6,1 Prozent

          Der Umsatzanstieg im größten Segment der Branche – bei den Wohnmöbeln und sonstigen Möbeln – betrug im vergangenen Jahr den amtlichen Zahlen zufolge etwas mehr als 4,3 Prozent. Aus einer verbandsinternen Erhebung wisse man allerdings, dass das Wachstum der klassischen Wohnmöbel deutlich darunter liegt, heißt es beim VDM. Mitgezählt werden in diesem Bereich auch Gartenmöbel, Stahl- und Kunststoffmöbel, Kleinmöbel und Möbelteile. Dieses Angebot sei stärker gewachsen, heißt es in einer VDM-Mitteilung. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten als zweitgrößtes Segment der Branche einen deutlichen Umsatzanstieg um 6,1 Prozent.

          Auch im Ausland sind Möbel „Made in Germany“ gefragt. Der wichtigste ausländische Absatzmarkt für die hiesigen Hersteller ist Frankreich. Im vergangenen Jahr allerdings haben die Franzosen weniger deutsche Möbel gekauft. Die Ausfuhren gingen um gut 1 Prozent zurück.

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