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Möbel-Replikate : Klassiker zum Schnäppchenpreis

  • -Aktualisiert am

Oft kopiert: Plastic Chairs von Charles und Ray Eames. Bild: Hersteller

Gutes Design für alle? Der Markt für billige Designermöbel blüht, doch durch ein neues Gesetz könnte bald Schluss damit sein.

          Es klingt nach einem wahren Schnäppchen: der DAW Esstisch von Charles Eames für nur 295 statt 369 Euro, online angeboten auf einer Seite, die Designklassiker zum Outletpreis verheißt. Das Angebot verspricht ein edles Untergestell aus Metall und Buchenholz. Schnelle Lieferung, Rückgabe kostenlos. Nur einen Haken gibt es: Diesen Tisch hat Charles Eames nie entworfen. Kenner wissen, dass das „A“ in „DAW“ für „Armchair“ steht.

          Die günstige Offerte für einen vermeintlichen Möbelklassiker ist kein Einzelfall. Ob Wagenfeld-Leuchte oder Tolix-Stuhl – gleich nach was man sucht, im Internet finden sich unzählige Anbieter, die die oft sehr teuren Stücke zum vergleichsweise Spottpreis offerieren.

          Für Hersteller Vitra, der in Europa die Rechte an den Eames-Möbeln hält, ist es schwer, gegen solche Angebote vorzugehen. „Wenn jemand einen Original-Entwurf nimmt und ihn verändert oder verunstaltet, können wir kaum etwas unternehmen“, klagt Designchef Eckart Maise. Allerdings würden potentielle Käufer grobe Abweichungen wie im Fall des „DAW“ Esstisches in der Regel erkennen, ist er sich sicher.

          Die günstigste Ausführung von Arne Jacobsens „Swan Chair“ kostet als lizenziertes Original gut 3000 Euro. Niedrigere Angebote im Netz sollten stutzig machen.

          Schwierig wird es hingegen, wenn der einzige Unterschied zum Original der Preis zu sein scheint. Wenn etwa der Eames Lounge Chair nur 800 Euro kostet, der „Egg Chair“ von Arne Jacobsen nur 750 Euro – Möbel, die im Original aber für um die 5600 Euro zu haben sind. Stühle von Hans J. Wegner, sonst ab 430 Euro bis 2500 Euro, verkaufen manche Online-Shops schon für 175 Euro. Wirklich „billig“ sind auch diese Nachbauten nicht, aber sie kosten eben nur einen Bruchteil des Originalpreises.

          „Re-Editionen“ der Klassiker

          Die Unternehmen, die in Deutschland heute rechtmäßig Originalmöbel anbieten, handeln zwar auch ausschließlich mit Nachbauten oder sogenannten „Re-Editionen“ der Klassiker. Sie tun dies allerdings mit Autorisierung des Designers oder seiner Erben. In Deutschland und fast allen EU-Ländern sind die Werke eines Schöpfers bis 70 Jahre nach dessen Tod urheberrechtlich geschützt. Der Verkauf dieser Klassikern ohne Lizenz ist hierzulande verboten. In England – und bis vor kurzem auch in Italien – ist die Rechtslage noch anders. Während in Italien lange Zeit der Grundsatz galt, dass alles, was Form und Funktion vereine, nicht urheberrechtlich geschützt werden könne, existiert dieser Schutz in England – nur wesentlich kürzer als im Rest Europas. Das Urheberrecht erlischt in England 25 Jahre nach dem ein solches Produkt erstmals auf den Markt kam. Ein Beispiel: Die Entwürfe von Charles und Ray Eames sind in der übrigen EU bis ins Jahr 2058 geschützt, weil Ray Eames 1988 starb. In England ist aber der Lounge Chair seit 1981 nicht mehr geschützt, weil er schon vor mehr als 25 Jahren (1956) auf den Markt kam.

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          So boomt der Markt für unlizenzierte Nachbauten vor allem in Großbritannien. Früher, sagt Maise, seien die fünf, sechs wichtigsten Entwürfe plagiiert worden, heute werde alles wahllos kopiert. „Die Kopisten wissen ja nicht, was sich gut verkauft und was nicht.“ Manchen Kunden ist es egal, ob sie ein Plagiat erwerben oder ein Original. Entsprechend dem Ausspruch von Le Corbusier: „Ein Stuhl ist nie ein Kunstwerk, ein Stuhl hat keine Seele; ein Stuhl ist ein Gegenstand, auf den man sich setzt.“ Bei einigen kommt noch die Genugtuung dazu, den großen Herstellern ein Schnippchen geschlagen zu haben, gerade bei vermeintlich unaufwendig produzierten Möbeln, die nicht länger nur dem Hausstand der Eliten vorbehalten sein sollen. Fast schon symbolisch, dass ausgerechnet Aldi in England jetzt zwei Eames Chairs für 39,99 im Angebot hatte.

          Gutes Design zu erschwinglichen Preisen

          Vitra-Designchef Maise allerdings glaubt, dass die meisten Kunden einem Irrtum erliegen und annehmen, sie besäßen ein Original. Zumal die Internetseiten der Anbieter professionell gemacht sind. Oft werben sie mit großen Preisnachlässen und dem Leitbild, „gutes Design für jeden erschwinglich zu machen“. Da stehen dann Sätze wie: „Das Geheimnis unserer Organisation ist, dass wir die Produkte direkt bei den Herstellern einkaufen.“ So spare man sich das Geld für „teure Ausstellungsräume“ und könne „zu jeder Zeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten.“

          Wer als Kunde in Deutschland sogenannte Replikate kauft, macht sich nicht strafbar. Wird allerdings die Lieferung vom Zoll beschlagnahmt, kann sie vernichtet werden. Denn der Spediteur verletzt mit der Einfuhr deutsches Urheberrecht, ihm drohen Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Freiheitsentzug. Ein Spediteur aus dem süddeutschen Raum wurde 2012 wegen Beihilfe zur gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, der Fall ging bis zum Europäischen Gerichtshof. Wer gewerblich Replikate kauft, wird – je nach Land – auch vom Gesetz belangt. Im Herbst musste ein norwegischer Restaurantbesitzer 100 Kopien von Hans Wegners „Round Chair“ vernichten lassen, die er im Internet bestellt hatte. 2013 hatte ein Genfer Geschäftsmann 24 Corbusier-Fälschungen gekauft, die vom Zoll zerstört wurden. Auch wer privat ein Replikat verkauft, kann belangt werden, sofern er es wieder verkauft oder auf dem Papier selbst als Spediteur agiert – eine Methode, die viele englische Anbieter ihren unwissenden Kunden nahelegen.

          „Ein Kampf gegen viele Fliegen“

          Die meisten Klassiker, also ältere Entwürfe, die ein hohes Maß an gestalterischer Qualität aufweisen, sind durch das Urheberrecht geschützt. Jüngere Stücke sind durch Designrechte geschützt, oder es greift das Wettbewerbsrecht. Wenn es um bekannte Namen geht, bemühen Hersteller auch mal das Markenrecht. Vitra gibt für derlei Anstrengungen gegen „Anbieter, die das geistige Eigentum gewerbsmäßig aushöhlen“, nach eigenen Angaben jedes Jahr einen sechs- bis siebenstelligen Betrag aus. Es sei, sagt Maise, „ein Kampf gegen viele Fliegen“.

          Eine dieser „Fliegen“ ist der Online-Shop Voga mit Sitz in London. Er wirbt mit fünf Jahren Garantie und kostenlosem Rückversand. Vier Strafverfahren hat Vitra gegen Voga in den vergangenen zwei Jahren angestrengt und Ende 2015 zumindest einen Teilerfolg verbucht: Voga darf seine Produkte nicht mehr nach Deutschland verschicken. Schon Ende 2014 klagte der Verband dänischer Möbelhersteller und erwirkte, dass Voga seine Internetseite für Kunden in Dänemark unzugänglich machen sollte.

          In Deutschland ist sie immer noch erreichbar. Und ersichtlich scheint es manch deutschem Kunden nicht zu sein, dass er hier nicht mehr erwünscht ist. In Internetforen häufen sich Beschwerden über den Anbieter, der monatelang keine Ware verschicke und kaum erreichbar sei. In einer Mail, die vom Kundendienst an einen deutschen Käufer geschickt wurde, heißt es: „VOGA liefert seit dem 01.12.2015 nicht mehr ausserhalb von UK. Sie als Kunde sind dafür verantwortlich die Abholung in England alleine zu organisieren. (...) Bitte (beauftragen) Sie einen Kurierdienst, der die Ware abholt. Eine Stornierung ist nach Abschluss des Kaufes nicht mehr möglich. Eine Retoure wird auch nicht mehr angeboten.“ Damit wälzt das Unternehmen das Risiko auf den Kunden ab.

          Schwarze Schafe

          Auf Anrufe und Schreiben der F.A.S. reagierte Voga nicht. Der Gründer der Firma, Chris Diemer, trat bisher überhaupt erst einmal öffentlich in Erscheinung: Beim Branchenportal „Dezeen“ klagte er im vergangenen Jahr, von Vitra diskreditiert zu werden: „Günstig heißt nicht gleich schlecht. Eine ganze Branche, die tausende Menschen beschäftigt, unter Generalverdacht zu stellen, ist weder fair noch ehrenhaft. Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit. Wir führen unsere Kunden nicht hinters Licht. Wir wollen lediglich gutes Design erschwinglich machen.“

          Natürlich, führt der Voga-Gründer aus, gebe es schwarze Schafe in der Branche, die nach Angaben von Fürsprechern Zehntausende Menschen beschäftigen soll. Aber der Internetshop handle legal. „Wir arbeiten hart daran, die gleiche Qualität wie die Originalhersteller – aber zu einem Bruchteil des Preises.“ Würde Voga vom Markt verschwinden würde Vitra auch nicht mehr verkaufen, so sein Argument.

          „Gutes Design, schlechter Stil“: Händler Jens Semjan


           
          Auch unter autorisierten Einzelhändlern, die Originalware verkaufen, regt sich Unmut über die Preispolitik großer Hersteller – nicht nur von Vitra. Offen sprechen will darüber keiner der Händler, zu groß ist die Angst vor einem Lieferstopp.  „Bei der Lizenz zum Gelddrucken endet die Kultur des Gutes“, sagt Jens Semjan. Der Kunsthistoriker aus dem Münchner Umland betreibt den Onlineshop midmodern.de, auf dem er seit mehreren Jahren die lizensierten Designklassiker verkauft. Nur: bei ihm sind die Originale bis zu 20 Prozent günstiger. „Ein Wettbewerb existiert faktisch nicht“, klagt er. „Die meisten Hersteller bekannter Klassiker haben ein Interesse daran, den Preis zu halten und tendenziell zu erhöhen. So wundern sich meine Kunden, dass sie bei Preisvergleichen im Internet nahezu keine Preisdifferenzen finden.“  
           
          Einige Hersteller wollen Semjan nicht direkt beliefern. Deshalb bezieht er seine Ware unter der Hand über autorisierte Händler für wenig mehr als den Einkaufspreis. „Der Einkaufspreis von Möbeln liegt grob zwischen 42 und 50 Prozent unter dem vom Hersteller gewünschten Verkaufspreis“, sagt Semjan. „Der Händler schleust die Ware nur zu mir durch. Aber er hat auch fast keinen Aufwand damit.“ Für die Händler scheint das riskant und zunächst wenig gewinnbringend, ist aber trotzdem ein gutes Geschäft: Verkaufen sie viel, belohnen sie die Hersteller oft mit besonderen Rabatten.
           
          Mit seinem Online-Shop erwirtschaftet Jens Semjan mittlerweile einen hohen sechsstelligen Jahresumsatz, auch wenn er manchen Herstellern ein Dorn im Auge ist. „Ich betreibe meine Seite seit 2014, seitdem sind mir drei Handelspartner weggebrochen.“ Durch anonyme Testkäufe ist es möglich, an Auftragsnummern zu gelangen und darüber die autorisierten Händler ausfindig machen, die Semjan mit Ware versorgen. „Ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass diesen Händlern nahe gelegt wird, mich nicht mehr zu beliefern, um nicht eine Kündigung des Vertragsverhältnisses zu riskieren.“ Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Ein Hersteller ließ sogar Online-Werbeanzeigen für seinen Online-Shop löschen, mit der Begründung, bei dem niedrigen Preis müsse es sich um Plagiate handeln – Semjans Anwalt mahnte dafür ab. „Die betroffenen Hersteller wissen, dass sie sich auf dünnem Eis bewegen."
           
          Es ist eine Grundsatzfrage, die viele Menschen im Netz umtreibt. Was treibt die Preise mancher Klassiker in astronomische Höhen? Wieso sind zum Beispiel Eames-Möbel so teuer, obwohl Charles und Ray Eames und viele andere Designer ihre Entwürfe explizit für eine industrielle Massenproduktion entworfen hätten? Es ist eine Kritik, der sich auch Herman Miller ausgesetzt sieht, der amerikanische Lizenznehmer. Das Eames-Credo, heißt es, sei immer gewesen: „Vom Besten so vielen wie möglich, so viel wie möglich für so wenig wie möglich“. Mark Schurman, Sprecher von Herman Miller, hält dagegen: „Die Eames haben nie ,billig‘ gesagt. Es war schon immer ein Luxusprodukt in Bezug auf seine Ausführung, sein Design und seine Qualität. Die Leute interpretieren das falsch.“ Dem schließt sich auch Vitras Designchef an: „Wenn Sie sich die Preise von Klassikern anschauen, gibt es keinen, der heute doppelt so teuer ist wie früher.“ Vergleiche, in denen damalige Möbelpreise auf heutige Verhältnisse hochgerechnet werden, ließen außer Acht, dass über die Jahre auch die Einkommen entsprechend gestiegen seien.







          Die Plage der Replikate

          Er könne es verstehen, wenn jemand kein Geld habe, sagt Maise. Doch das „Design-Erlebnis“ sei mehr als „ein Stuhl, auf den ich mich setzen kann. Es geht um die kulturellen Werte. Wir vertreten das Erbe und Designschaffen von einzelnen Schöpfern über kommerzielle Interessen hinaus.“ Der Unterschied zwischen Reedition und Replikat falle spätestens dann auf, wenn etwas repariert werden müsse. Vitra repariere viele alte Stühle aus den sechziger und siebziger Jahren. Immer häufiger kämen aber auch Anfragen von Kunden, die unwissend ein Plagiat gekauft hätten.

          Auch Thonet, ein Familienbetrieb aus dem hessischen Frankenberg, plagt sich mit Replikaten. Schon in den siebziger Jahren kämpfte das Unternehmen gemeinsam mit anderen Herstellern gegen deutsche Einzelhändler, die Billig-kopien unter die Leute brachten. Replikate sind also keineswegs ein Internetphänomen, aber das Netz hat den Vertrieb erleichtert.

          Von Thonet wird fast die gesamte Produktpalette kopiert, besonders häufig das bekannteste Möbel, der Wiener Kaffeehausstuhl „214“ oder die Freischwinger von Mart Stam und Marcel Breuer. Damit Verbraucher wissen, ob sie einen echten Thonet bei sich stehen haben, können sie Bilder einschicken, Thonet prüft dann auf ihre Echtheit.

          Gewaltiges Aufsehen in der Branche

          Nicht nur im Internet, auch auf Messen macht Thonets Anwalt Stephan von Petersdorff jedes Jahr neue Entdeckungen. Vergangenes Jahr wurde er auf der Kölner Möbelmesse von den Vertretern einer chinesischen Firma in deren Standbüro eingesperrt, erst die Polizei konnte ihn befreien. Das sorgte in der Branche für gewaltiges Aufsehen.

          Nicht immer jedoch ist die Ausbeute groß. In diesem Jahr spürte Petersdorff in Köln nur zwei Fälle auf. „Ich habe das Gefühl, dass es in Wellen kommt“, sagt Geschäftsführer Thorsten Muck. Manche Anbieter unterschrieben gleich vor Ort eine Unterlassungserklärung und vernichteten Möbel und Kataloge, andere seien hartnäckiger und ließen es auf einen Prozess ankommen. „Gegen Plagiatoren von den Freischwingern können wir gut vorgehen, beim Bugholzstuhl ist es sehr schwierig. Der ist viel zu alt, da kann man unter juristischen Gesichtspunkten kaum mehr etwas machen“, berichtet Muck. Und selbst bei den geschützten Produkten „wundert man sich, mit welchen Plagiaten die Hersteller manchmal vor Gericht durchkommen.“ Es steckten Kriminelle dahinter, die genau wüssten, was sie tun.

          Im Kampf gegen die Möbelfälschungen: Geschäftsführer Peter Thonet und Thorsten Muck von der Firma Thonet AG.

          Doch ist es angesichts der Vielzahl an Plagiaten nicht verlorene Liebesmüh, die gefakten Stücke einzeln aufzuspüren? „Mit Idealismus hat das nichts zu tun“, stellt Muck klar. Ihm geht es ums Prinzip: „Wer ein Recht hat, soll es auch verteidigen.“ Thonet tue das auch, um „Wildwuchs“ zu vermeiden. So gibt man auch in Frankenberg jedes Jahr einen sechsstelligen Betrag aus, um die Zahl der Möbelfälschungen einzudämmen. Thonet und die Erben des Designers Mart Stam kommen gemeinsam für die Kosten auf. Manchmal sind sie vor Gericht auch erfolgreich, dann erhalten sie Schadenersatz. „Wir haben gerade einen Prozess gewonnen, der dieses Jahr einen guten Teil der Kosten decken wird“, erzählt Muck.

          Rechtsprechung wird angepasst

          Mit dem Wildwuchs könnte es, zumindest in England, schon bald vorbei sein. Infolge einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs von 2011 wird die Rechtsprechung der Insel angepasst. Die englische Presse tobt, weil die EU „jetzt auch noch unsere Möbelpreise in die Höhe treibt“.

          Vitras Anwalt Michael Ritscher sieht das auch zum Teil als Verdienst der Branche. Ursprünglich sollte das neue Gesetz 2020 in Kraft treten, ohne eine sogenannte „Aufbrauchsfrist“. Das bedeutet, dass Unternehmen bereits eingekaufte Produkte noch beliebig lange hätten weiterverkaufen können. Vitra, Knoll und Cassina reichten Klage ein gegen die englische Regierung – nun tritt die Regelung schon im Juli in Kraft. Anbieter, die ihre Ware vor November 2015 erhalten haben, dürfen sie noch bis Ende Januar 2017 verkaufen. Danach drohen Strafen bis zu 50.000 Pfund oder bis zu einer zehnjährigen Haft. Dann, sagt Ritscher, „ist der Ofen aus“.

          Fälschung erkennen

          Die Anbieter gefälschter Möbelklassiker sitzen oft im Ausland. Ihre Seiten werben mit hohen Rabatten und unrealistischen, günstigen Preisen. Oft gibt es nur eine vergleichsweise kurze Garantie. Achtung: Sicherheitssiegel und Stücknummern sind kein Garant für ein Original. Viele Anbieter gehen offen mit der Tatsache um, dass sie Kopien verkaufen. Die Produkte tragen dann Label wie „inspiriert von“ oder „Nachbildung“. Wer online kauft, sollte sich zudem immer fragen: Gibt es ein aussagekräftiges Impressum? Und ist der Anbieter telefonisch oder per E-Mail gut erreichbar? fsi.

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