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Auf den Spuren des Ur-Jeeps : Free Willys

Nur das Nötigste, bitte: Im Ur-Jeep von damals kann man heute Zeitgeschichte erfahren. Bild: FCA Germany

Ohne ihn gäbe es heute wohl keinen SUV-Boom, dabei war er einst als leichtes Geländefahrzeug für die amerikanische Armee entwickelt worden: Eine Ausfahrt in einem Ur-Jeep von 1945.

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          Huch, ist der klein. Mit diesem Winzling haben die Amerikaner den Krieg gewonnen? Der Ur-Jeep ist aus heutiger Sicht eine Art Kleinwagen. Länger als 3,70 Meter ist er nicht, und er sieht irgendwie süß aus – obwohl der Zweck, für den er entwickelt und gebaut wurde, alles anderes als niedlich war. Der amerikanische Generalstab verlangte im Sommer 1940 ein leichtes, geländegängiges Fahrzeug mit Allradantrieb. Der Auftrag ging an den Hersteller Willys Overland und in Lizenz an Ford. Von 1941 bis 1945 wurden 650.000 Jeeps gebaut.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Unser Modell, das so unschuldig dasteht, wurde 1945 zusammengeschraubt. Der Jeep tat dann in Italien Dienst und kam auf verschlungenen Wegen nach Deutschland. Seit gut vier Jahren ist er das Schmuckstück in der Testwagenflotte von Jeep Deutschland. Obwohl einst ein Massenprodukt, sind Ur-Jeeps, also solche, die bis 1945 gebaut wurden, schwer zu bekommen. Das Angebot ist rar, die Preise sind relativ hoch. In Anbetracht der Summen, die für andere Oldtimer verlangt und bezahlt werden, sind aber 20.000 Euro für ein gutes Exemplar – und bis 45.000 für ein sehr gutes – fast ein Schnäppchen. Schließlich fährt man ein Stück Zeitgeschichte.

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