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Aufnahmen der Mondoberfläche : Das fliegende Fotolabor

So sieht der Mond aus: Binnen zwölf Monaten hatten die Amerikaner durch ihr „Lunar Orbiter Program“ 99 Prozent der Mondoberfläche fotografiert. Bild: Lunar and Planetary Institute (LPI)

Bilder vom Mond zu machen und auf die Erde zu bringen – das bedurfte jahrelanger Vorarbeit. Mit fortschrittlicher Technik wurden 99 Prozent der Oberfläche abgelichtet und vermessen. Die Ergebnisse waren spektakulär.

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          Der Ort der Landung war entscheidend. Er musste trittfest, sicher und einfach zu erreichen sein. Die Strahlen der Sonne sollten so stehen, dass die Astronauten stets beste Sicht hatten. Die Landefähre durfte nicht im lockeren Boden versinken. Der Funkkontakt zur Erde musste immer gewahrt sein. Keine leichte Aufgabe. Doch bevor Neil Armstrong und Edwin Aldrin vor einem halben Jahrhundert die ersten Schritte auf dem Mond machen konnten, mussten sie wissen, worauf sie ihre Füße da eigentlich setzten. Diese Gewissheit sollte ihnen ein fliegendes Fotolabor geben.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dafür hatten die Strategen im Hauptquartier der Nasa schon Jahre vor der Apollo-11-Mission einige Erkundungsmissionen gestartet. Die wichtigste dieser Missionen nannte sich „Lunar Orbiter Program“. Sie hatte die Aufgabe, den Erdtrabanten präzise zu fotografieren und zu vermessen. Ihr Ziel: den geeigneten Ort für den großen Auftritt der ersten beiden Menschen auf dem Mond zu finden. Ohne moderne Fototechnik aber war da nichts zu machen. Zwar gab es bereits ganz gute Aufnahmen und recht ordentliche Karten vom Mond. Doch die reichten den Planern bei weitem nicht aus. Denn fotografieren im All war zu jener Zeit noch recht neu.

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