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Interview mit Rudi Scheuermann : Diese Dämmorgie ist katastrophal

Begrüntes Vietnam: Urban Farming Office von VTN Architects in Ho-Tschi-Minh-Stadt Bild: VTN Architects

Klimafragen: Der Architekt und Ingenieur Rudi Scheuermann fordert nicht nur eine massive Begrünung der Städte – als Mann der Praxis erklärt er auch, wie das geht.

          7 Min.

          Wenn alles etwas einfacher wäre, als es zu Zeit ist, dann wäre jetzt im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt (DAM) die Ausstellung „Einfach Grün – Greening the City“ zu sehen. Sie widmet sich der Frage, wie Städte mit dem Klimawandel umgehen sollen – und welche Rolle die Begrünung der Stadt zur Bekämpfung seiner Folgen und zur Verbesserung auch des psychologischen Klimas in den wachsenden Ballungszentren beitragen kann. Es geht in der von der Kunsthistorikerin Hilde Strobl und dem Architekten und Bauingenieur Rudi Scheuermann zusammen mit dem DAM-Leiter Peter Cachola Schmal kuratierten Schau aber auch um die Frage, was wirklich „grün“ ist: Ist nicht ein graues Haus aus Stein, das lange hält, oder eine alte Garage mit neu bepflanztem Dach „grüner“ als ein Betonhochhaus mit überbordenden Balkonen? Und worauf kommt es, wenn man es denn baut, bei deren Bepflanzung an? Mit diesen Fragen befasst sich Scheuermann schon seit langem. Nach dem Architekturstudium in Karlsruhe und einem Diplom in Membranbau im englischen Bath ist er heute Leiter der Abteilung „Building Envelope Design“ bei dem internationalen Ingenieurbüro Arup. Er gilt als einer der weltweit führenden Planer von nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudehüllen.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Herr Scheuermann, es gibt ein Foto von einem Experiment, mit dem Sie zeigen, was intelligente grüne Architektur leisten kann. Man sieht ein Flachdach in Chicago, die eine Hälfte ist begrünt, die andere nicht. Was wird da bewiesen?

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