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Flüchtlinge getreten : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ungarische Kamerafrau

  • Aktualisiert am

Die Kamerafrau trat an der serbischen Grenze einen fliehenden Vater mit seinem Sohn im Arm. Bild: dpa

Sie löste europaweit große Empörung aus, als Videos auftauchten, in denen sie Flüchtlinge tritt. Nun hat die ungarische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Kamerafrau eingeleitet.

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          Eigentlich sollte sie lediglich über die Flüchtlingssituation an der serbischen Grenze berichten. Als die Flüchtlinge eine Polizeisperre durchbrechen und zu Hunderten los rennen, steht die junge Frau mitten im geschehen und hält mit ihrer Kamera drauf. Dabei stellt sie einem laufenden Vater mit seinem Sohn im Arm ein Bein. Der Mann fällt samt Kind vor der Brust zu Boden. Ein anderes Kind trifft die Frau sogar mit Tritten. Die Videos lösten in den sozialen Medien eine Welle der Entrüstung aus.

          Als Konsequenz kündigte der Internet-Fernsehsender N1TV ihr fristlos. Auf Facebook bezeichnete der Chefredakteur das Verhalten der Mitarbeiterin als „inakzeptabel“. Für den der ungarischen rechtsextremen Partei Jobbik nahestehenden Sender gilt der Fall damit allerdings als „abgeschlossen“.

          Ungarns Staatsanwaltschaft aber hat nun Ermittlungen wurden gegen die Kamerafrau aufgenommen, die nahe der serbischen Grenze Flüchtlinge getreten hatte. Nachdem die Videos von dem Vorfall im Internet aufgetaucht waren, haben zwei kleine Oppositionsparteien Strafanzeige gegen Petra L. gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft des Verwaltungsgebiets Csongrad am Donnerstag mit. Im Laufe der Ermittlungen werde geprüft, ob L. noch schwerwiegendere Taten zur Last gelegt werden könnten.

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