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Zweite Liga : Sieg in Mainz: Bielefeld nähert sich der Bundesliga

  • Aktualisiert am

Der Mainzer Dworrak beweist Bodenhaftung Bild: dpa/dpaweb

Frustriert und geschockt von der 0:2-Niederlage gegen Bielfeld hat der Mainzer-Trainer Klopp den Glauben an einen Aufstieg verloren. Bielefeld ist dagegen auf dem Weg zurück in die Bundesliga.

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          Arminia Bielefeld marschiert unter dem neuen Trainer Uwe Rappolder weiter in Richtung Bundesliga, der FSV Mainz 05 droht dagegen auch im dritten Anlauf nacheinander den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus zu verpassen.

          Nach dem spielerischen Offenbarungseid bei der schmerzlichen 0:2-Heimpleite gegen die Ostwestfalen legte FSV-Coach Jürgen Klopp das Thema erst einmal zu den Akten. „Wenn wir so spielen, gibt es gar keine Grundlage, über den Aufstieg zu reden. Wir sind weggebrochen, auch psychisch. Das war gar nichts“, kritisierte Klopp seine Mannschaft.

          „Haben uns im Mittelfeld die Beine gebrochen“

          Vor allem die Art und Weise der ersten Rückrunden-Niederlage schmerzte den sonst zurückhaltenden Mainzer Trainer. „Wenn es darum ging, Fußball zu spielen, haben wir blind draufgehauen. Ich kann mich nur bei den Fans entschuldigen“, sagte Klopp. Nur eine Chance durch Benjamin Auer erarbeiteten sich die Hausherren gegen abgeklärt auftretende Bielefelder, die die Schwächen in der FSV-Abwehr durch Fatmir Vata (29.) und Massimiliano Porcello (48.) eiskalt ausnutzten.

          „Wir haben ein grottenschlechtes Spiel abgeliefert und verdient verloren. Aber aufgeben werden wir deshalb nicht, auch wenn wir einen Dämpfer bekommen haben. Vielleicht stehen wir schon in Cottbus wieder auf“, appellierte 05-Manager Christian Heidel an das Team, das sich fast kampflos in sein sportliches Schicksal ergab. Schwach in der Abwehr, ohne Ideen im Mittelfeld und harmlos im Sturm präsentierten sich die Rheinhessen. Klopp blieb da lediglich Galgenhumor: „Wir haben uns im Mittelfeld nur die Beine gebrochen. Ich hatte nicht den Eindruck, daß uns heute irgendetwas hätte helfen können.“

          Arminia schöpft Hoffnung

          Während die Mainzer ihre Wunden leckten, herrschte bei den Gästen Hochstimmung. „Wir haben einen guten Lauf und sind gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf einen entscheidenden Schritt weitergekommen“, erklärte der im Mittelfeld auffällig agierende Routinier Detlev Dammeier. Die Arminen sind seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen und haben sich durch die Serie erstmals seit fünf Monaten wieder auf einen Aufstiegsplatz gekämpft. „Vor fünf Wochen waren wir weg, jetzt spürt unsere Mannschaft, daß nach oben
          etwas geht. Das war eine reife Leistung“, lobte Trainer Uwe Rappolder. Und Sportdirektor Thomas von Heesen frohlockte: „Das war ein sehr wichtiger Sieg. Nun weiß jeder, daß mit uns zu rechnen ist.“

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