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Zweite Liga : Mainz bleibt Tabellenführer, Duisburg sieglos

  • Aktualisiert am

Kantersieg gegen Babelsberg: Jubel in Hannover Bild: dpa

Jürgen Klopp behauptet mit seinem Team dank eines 2:1-Sieges gegen den SSV Reutlingen nach dem neunten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga die Tabellenspitze vor Hannover 96.

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          Höhenrausch für den FSV Mainz 05, Auferstehung von Eintracht Frankfurt sowie Abstiegsangst beim MSV Duisburg in Oberhausen: Trainer-Neuling Jürgen Klopp behauptet mit seinem Team dank eines 2:1-Sieges gegen den SSV Reutlingen auch nach dem neunten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga die Tabellenspitze vor Hannover 96 (6:1 gegen Babelsberg) und ist im Gegensatz zu einigen Kollegen in einer beneidenswerten Lage.

          Gute Laune dürften außerdem lediglich Hannovers Ralf Rangnick sowie Benno Möhlmann haben: Arminia Bielefeld kletterte mit dem 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth auf Rang drei. Um seinen Job bangen muss nach den neuerlichen Pleiten dagegen Weltmeister Pierre Littbarski beim MSV, Dragoslav Stepanovic hat bei Rot-Weiß Oberhausen bislang wenig positive Akzente setzen können. Eintracht-Coach Martin Andermatt kann nach dem 4:0 bei Union Berlin zumindest kurzzeitig tief durchatmen, „Feuerwehrmann“ Jörg Berger holte mit Alemannia Aachen zum Einstand wenigstens einen Punkt.

          Talfahrt mit Stepanovic

          „Der Trainer bleibt, aber wir werden uns jetzt mit einigen Spielern unterhalten müssen“, erklärte MSV-Präsident Helmut Sandrock. Nach dem 0:2 in Karlsruhe und einer kämpferisch desolaten Leistung wollte Littbarski „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben und wiegelte ab: „Ultimatum klingt so kriegerisch, aber wir müssen uns jede Woche neu überprüfen.“

          Noch immer warten die Fans auf den ersten Saisonsieg, die Gnadenfrist dürfte wohl spätestens im Falle eines Misserfolges im nächsten Heimspiel gegen Fürth abgelaufen sein. Auch die Talfahrt von Oberhausen setzt sich unter dem vor fünf Partien verpflichteten Stepanovic fort. Die ernüchternde Bilanz des „Zampanos“ nach dem 2:3 gegen LR Ahlen: kein Sieg, nur einen Punkt, vier Niederlagen in Serie, letzter Platz.

          Frankfurt beendet Negativserie

          Andermatt beendete dagegen in der Hauptstadt die jüngste Negativserie von nur einem Punkt aus drei Partien und hält wieder Kontakt zu den Spitzenplätzen. „Ich bin mit den Spielern in den letzten zwei Wochen knallhart umgegangen“, erklärte der Coach sein Rezept. Der 39-Jährige hatte auf mehreren Positionen umgestellt, sogar auf einen Einsatz von Keeper und Kapitän Oka Nikolov verzichtet. „Matchwinner“ war der Pole Pawel Kryszalowicz als dreifacher Torschütze. Kontrahent Union Berlin blieb nach der ersten Heimpleite seit dem 5. Dezember 2000 (1:2 in der Regionalliga gegen Lüneburg) gelassen. Trainer Georgi Wassilew: „Am Sonntagmorgen sagen wir uns die Meinung und dann schauen wir auf die Uefa-Cup-Partie am Donnerstag gegen Litex Lowetsch.“

          Punkt für Berger

          Berger verließ mit Aachen nach dem 0:0 am Freitag gegen Saarbrücken immerhin die Abstiegsränge. Freude über seinen 57. Geburtstag am Samstag wollte „nicht so richtig“ aufkommen. Die Leistung gegen die ab der 27. Minute durch Platzverweis dezimierten Gäste war wenig berauschend. Berger: „Die Spieler sind nervös und haben kein Selbstvertrauen.“ Idealbeispiel für einen geglückten Trainerwechsel ist Rainer Adrion. Mit der SpVgg Unterhaching gewann er alle bisherigen vier Partien, nach dem 1:0 gegen den FC Schweinfurt halten die Münchner Vorstädter sogar Kontakt zu den Aufstiegsrängen.

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