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Zweite Liga : Aachen träumt nach Kantersieg wieder vom Aufstieg

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Bundesliga-Absteiger 1860 München muß sich nach der höchsten Niederlage seit drei Jahren allmählich auf eine weitere Saison in der Zweitklassigkeit einstellen. Die „Löwen“ kassierten ein 1:5 bei Alemannia Aachen.

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          Uefa-Cup-Teilnehmer Alemannia Aachen kann wieder vom Aufstieg in die Fußball-Bundesliga träumen: Die Rheinländer bezwangen am Sonntag Bundesliga-Absteiger TSV 1860 München mit 5:1 und schafften damit wieder den Anschluss an die Spitzenteams im Fußball-Unterhaus.

          Die Alemannia profitierte von den Ausrutscher der Spitzenteams 1. FC Köln und MSV Duisburg, die am 15. Spieltag über Unentschieden nicht hinaus kamen. Zweiter Gewinner des Spieltags war die SpVgg Greuther Fürth, die durch das hart erkämpfte 3:2 gegen Schlußlicht Rot-Weiß Essen auf den zweiten Platz vorrücken konnte.

          „Löwen“ mit großem Abstand zu Aufstiegsplätzen

          Mit einem Schock begann für die Aachener am Sonntag das Heimspiel gegen die „Löwen“: Der Chinese Jiayi Shao brachte die Gäste früh in Führung, doch die Hausherren ließen sich nicht lange aus der Ruhe bringen. Noch vor der Pause drehte die Alemannia durch Tore von Simon Rolfes, Alexander Klitzpera und Erik Meijer die Partie, nach der Pause trafen Kai Michalke mit seinem 10. Saisontor und Thomas Stehle zu. Die erschreckend schwachen Gäste aus München haben nun bereits zehn Punkte Rückstand auf den ersehnten Aufstiegsplatz.

          Die Überraschungsmannschaft der 2. Fußball-Bundesliga heißt aber weiter Greuther Fürth: Marcus Feinbier mit zwei Treffern sowie Heiko Westermann kurz vor Schluß trafen für die Franken, für den Aufsteiger aus Essen trafen Sebastian Schoof und Nascimento. Das Team von Trainer Benno Möhlmann, das seit dem 2. Spieltag auf einem Aufstiegsplatz steht, verdrängte Duisburg vom zweiten Tabellenplatz.

          Juskowiak trifft zwei mal für Aue

          „Das war Werbung für den Fußball“, war Kölns Trainer Huub Stevens nach dem torlosen Unentschieden seiner Mannschaft am Freitag abend bei Eintracht Trier zufrieden. Immerhin konnte sein Team nicht nur das achte Spiel in Serie ohne Niederlage verbuchen, sondern bewahrte auch seinen Vorsprung von drei Punkten auf die Verfolger. Der MSV Duisburg büßte beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt nicht nur seine bisher makellose Heimbilanz, sondern auch den zweiten Tabellenplatz ein.

          Fast im Alleingang entschied Andrzej Juskowiak das Sachsen-Derby zwischen Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden: Vor 16.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Aue gewannen die Hausherren 4:1 gegen den Aufsteiger, der damit weiter auf den ersten Auswärtspunkt wartet. Neben dem zweifachen Torschützen Juskowiak trafen für Aue Ersin Demir und Matthias Heidrich, für die Gäste war Klemen Lavric erfolgreich.

          Unterhaching enttäuscht

          Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt hat nach dem 4:2-Erfolg im Keller-Duell gegen den Karlsruher SC die Abstiegsplätze erst einmal verlassen. Enrico Neitzel mit zwei Toren, Andreas Richter und Ralf Klingmann trafen für die Hausherren, für die Gäste aus Baden waren Sebastian Freis und Jan Männer erfolgreich.

          Weltmeister Andreas Brehme geht als Trainer der SpVgg Unterhaching schweren Zeiten entgegen: Die Oberbayern verloren daheim gegen 1. FC Saarbrücken mit 1:3 und rutschten mit der vierten Niederlage in Serie auf einen Abstiegsplatz. Echendu Adiele, Henrich Bencik und Yilmaz Örtülü sorgten für den zweiten Auswärtssieg des Aufsteigers, Marcel Schied traf für die Heimelf. Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison konnte Rot-Weiß Oberhausen das Tabellenende erst einmal verlassen. Nach dem Ende der Ära von Trainer-Original Eduard Geyer bei Energie Cottbus hoffen die Lausitzer am Montag gegen Wacker Burghausen im ersten Spiel unter Interimscoach Petrik Sander auf drei Punkte.

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