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Leichtathletik im Fernduell : Große Verwirrung um falschen Weltrekord bei Inspiration Games

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Ohne Konkurrenz, ohne Publikum, aber mit viel Ehrgeiz: Der französische Sprinter Christophe Lemaitre während der Inspiration Games. Bild: AFP

Bei den Inspiration Games messen sich 30 Leichtathleten in sieben Stadien. Die meisten Teilnehmer finden es „ziemlich seltsam“ – und einer erkennt gar ein falsches Spiel mit seinen Gefühlen.

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          Mit den „Inspiration Games“ in sechs Ländern gleichzeitig hat sich die Leichtathletik in der Corona-Krise zurückgemeldet. Bei der Premiere des Wettkampfformats mit Fernduellen am Donnerstagabend gab es allerdings große Verwirrung um Noah Lyles: Der Weltmeister rannte in Amerika die 200 Meter in angeblich 18,90 Sekunden – was deutlich schneller als der Weltrekord von Superstar Usain Bolt von Berlin 2009 (19,19) gewesen wäre. Nach einer Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass dem Amerikaner eine falsche Startlinie zugewiesen worden war – und er nur 185 Meter lief. „Ihr könnt nicht so mit meinen Gefühlen spielen. Ihr habt mir die falsche Bahn gegeben“, schrieb Lyles kurz darauf bei Twitter.

          Die selten gelaufenen 150 Meter gewann die zwölffache Weltmeisterin und sechsmalige Olympiasiegerin Allyson Felix aus Amerika, die in Walnut/Kalifornien 16,81 Sekunden rannte. In Bradenton/Florida benötigte Shaunae Miller-Uibo, die 400-Meter-Olympiasiegerin von den Bahamas, 17,15 Sekunden. Die Schweizerin Mujinga Kambundji lief in Zürich 17,28 Sekunden. „Ziemlich seltsam“, fand Felix ihren Solo-Sprint: „Aber ich liebe diesen Sport, und wir wollen ihn unterstützen.“

          Organisiert wurde die Veranstaltung vom Traditionsmeeting Zürich. Dort fielen auch die Startschüsse, die in die anderen Stadien synchron übertragen wurden. Wettkampforte waren außerdem unter anderem Lissabon, Papendal/Arnhem in den Niederlanden, Aubière in Frankreich und Karlstad in Schweden. Insgesamt dreißig Spitzenathleten maßen sich in acht Disziplinen. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.

          Beim Dreikampf der Stabhochspringer hob Weltmeister Sam Kendricks aus Amerika in Bradenton ab und überquerte 5,81 Meter. Er blieb damit deutlich unter seiner Bestleistung von 6,06 Metern. Für den verletzten ehemaligen Weltrekordhalter Renaud Lavillenie sprang dessen Bruder Valentin, scheiterte aber in Frankreich an der Einstiegshöhe von 5,36 Metern. Der WM-Dritte Piotr Lisek aus Polen überwand in Karlstad 5,66 Meter.

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