https://www.faz.net/-gtl-2yrg

Zen-Tennis : Tag 1: Wahrnehmung

  • -Aktualisiert am

Perfekte Meditations-Umgebung Bild: ZenSports

Der erste Tag unseres Zen-Tennis-Kurses trägt die Überschrift Wahrnehmung. Was kann alles wahrgenommen werden, was nimmt man wahr und auf was sollte sich die Wahrnehmung beschränken?

          2 Min.

          10 Uhr morgens im Robinson Select Maris. Die erste zweistündige Zen-Tennis Einheit steht auf dem Programm.

          Nach einer kurzen Einleitung durch die Coaches Peter, Torben und Torsten geht es los. Insgesamt fünf Teilnehmer sind dabei.

          Kennenlernen in Urlaubsatmosphäre

          Wir beginnen mit lockerem Einschlagen im T-Feld, Gefühl für den Ball bekommen und aufwärmen. Lockeres schwingen, gegenseitiges Kennenlernen, lockerer Plausch. Die Atmosphäre ist von Beginn an freundlich und entspannt. Die Urlaubsumgebung an der türkischen Ägäis nördlich von Marmaris trägt natürlich dazu bei.

          Anschauungsunterricht durch den Coach
          Anschauungsunterricht durch den Coach : Bild: ZenSports

          Nach 20 Minuten lockerem Zuspielen stellen uns die Coaches das Thema des ersten Tages vor: Wahrnehmung. Was kann man beim Tennis alles wahrnehmen, was nimmt man wahr und worauf sollte sich die Wahrnehmung tatsächlich beschränken.

          „Guck den Ball an!“

          Die erste Übung gilt der kleinen gelben Filzkugel. Welcher Tennisspieler hat nicht einmal den Satz seines Trainers gehört: „guck den Ball an!“ Aber was heißt guck den Ball an? Peter, Torben und Torsten geben einfache aber effektive Tipps zur Ballwahrnehmung. Ist die Schrift auf der Kugel zu erkennen? Rotiert der Ball? Wie verhalten sich Licht und Schatten auf dem Ball?

          Es funktioniert, die Wahrnehmung und damit die Konzentration wird automatisch auf die Kugel gelenkt, rechtzeitiges Ausholen und gute Stellung zum Ball ergeben sich daraus automatisch, ohne nachdenken.

          Hilfestellungen anstatt Verbote

          Nach ein paar Grundlinienschlägen mit Augenmerk auf den Ball, werden die Übungen erweitert. Die Übung „Hop and Hit“ erweist sich für fast alle Teilnehmer als äußerst effektiv. Das Rufen von Hop, beim Aufkommen des Balles auf dem Boden und das Rufen von Hit beim Treffen des Balles fördern einfach, aber genial die Aufmerksamkeit auf das eigene Spiel.

          Schon während der ersten zwei Stunden fällt auf, dass die drei Coaches sich mit Anweisungen angenehm zurückhalten, nicht die allseits bekannten Gebote und Verbote zur richtigen Stellung oder Ausholbewegung. Vielmehr individuell beratende, begleitende und unterstützende Tipps mit hoher Effektivität.

          Die Gruppe

          Am Nachmittag steht das Treffen zum Kennenlernen an. Nachdem sich die Trainer ausführlich vorgestellt haben, lernen wir die Gruppe und die Ziele jedes Teilnehmers kennen. Alfred ist Pharmareferent, spielt noch nicht lange Tennis. Er hat den Kurs gebucht, um sein Spiel zu verbessern und dabei ruhiger und abgeklärter zu werden. Gerd und Henriette, Ehepaar aus Wuppertal, kommen mit verschiedenen Voraussetzungen. Henriette, Hausfrau, hatte in der Vergangenheit schon mit Meditation zu tun. Sie ist neugierig auf das Zusammenspiel von Tennis und Zen.

          In erster Linie hat sie diesen Kurs aber ihrem Mann Gerd geschenkt, um ihm, einem beruflich angespannten Geschäftsführer, eine Auszeit vom Alltag zu verschaffen. Gerd hat überhaupt keine Ahnung, was auf ihn zukommt. Sein spontan geäußertes Ziel besteht darin, sein Tennis wenigstens so weit zu verbessern, dass im alljährlichen Mixed-Doppel mit Bekannten endlich mal wieder gewonnen werden kann.

          Regine ist selbständige Apothekerin und recht erfolgreich auf der Tennis-Senioren-Tour unterwegs. Nach bereits bestehendem Kontakt mit dem Thema Meditation interessiert sie sich für das meditative Element im Tennis. Heike arbeitet im Außendienst eines Papiergroßhändlers und spielt seit dreißig Jahren Tennis. Sie ist mit ihrer Vereinsmannschaft gerade in die Gruppenliga aufgestiegen und will sich verbessern. Dazu kommt, dass sie in langjähriger Tennislaufbahn alle herkömmlichen Trainingsformen bereits kennengelernt hat und der Zen-Tennis-Ansatz Neues und Interessantes verspricht.

          Meditation zum Abschluss

          Die Tennis-Stunde am Nachmittag steht unter dem Motto "lockeres spielen", natürlich unter Beachtung der Wahrnehmung. Der Tag wird mit einer Meditation beschlossen - wenn auch mit einer offenen. Meditation heißt Beobachtung, "sich selbst beobachten", werden wir angewiesen. Die eigene Atmung, die eigenen Gedanken, die eigene Sinneswahrnehmung beobachten. Die Verknüpfung zum Thema des Tages ist hergestellt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Erste Rede von Bärbel Bas : Respekt für die Bürger

          Der Bundestag wählt Bärbel Bas zu seiner Präsidentin. Sie wirbt für mehr Bürgernähe – und fordert, endlich eine Wahlrechtsreform anzugehen, „die den Namen verdient“. Bei der Wahl ihrer Stellvertreter fällt der AfD-Kandidat durch.

          Neue Häuser : Ein Hoch auf das Schachtelprinzip!

          Einst Gemüselager, heute Loft: Nach dem Umbau zeigt sich eine Halle in Aschaffenburg von ihrer wohnlichen Seite. Und das ganz ohne Wände.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.