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Zehnkampf : Sebrle setzt Maßstab - deutsche Zehnkämpfer vor WM-Aus

  • Aktualisiert am

Die deutschen Zehnkämpfer müssen um die Teilnahme bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Paris bangen.

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          Die deutschen Zehnkämpfer müssen um die Teilnahme bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Paris bangen. Nach den ersten fünf Disziplinen beim Mehrkampf-Meeting am Samstag in Ratingen liegt Sebastian Knabe aus Halle mit 4011 Punkten an dritter Position, müsste aber über sich hinauswachsen, um die WM-Norm von 8090 Zählern noch zu erreichen. Aufgegeben hat wegen Rückenproblemen Mike Maczey (Kiel), dem man am ehesten den WM-Start zugetraut hätte.

          Eine Größe für sich ist Weltrekordler Roman Sebrle. Der Tscheche war erwartungsgemäß mit 4419 Punkten bester Athlet des ersten Tages. Dennoch dürfte es für ihn schwer werden, seine Weltjahresbestleistung von 8807 Punkten noch zu erreichen.

          Sebrle schlecht gestartet

          Lichtblick im deutschen Lager ist Sonja Kesselschläger. Die 25-jährige Neubrandenburgerin liegt mit 3660 Punkten auf Platz eins vor der Lettin Liga Klavina (3590) und Katja Keller aus Chemnitz (3507). „Ich möchte den Sieg, doch besser wäre eine Bestleistung. Und die ist möglich“, sagte Sonja Kesselschläger, die die 6205 Punkte aus dem vergangenen Jahr übertreffen will.

          Roman Sebrle, dem nur der zweitplatzierte Schwede Jon Arnar Magnusson etwas Paroli bieten kann, wird in Ratingen keine neuen Maßstäbe setzten können. Die 15,41 m im Kugelstoßen, acht Zentimeter mehr als bei seinem Weltrekord 2001, konnten den schlechten Start des 28-jährigen Ausnahmeathleten über 100 m (10,93 Sek.) und im Weitsprung (7,90 m) nicht wett machen.

          „Er hat sich selbst vorzeitig verabschiedet“

          „Wir würden den deutschen Athleten keinen Gefallen tun, sie in dieser Form zur WM zu schicken“, sagte Rüdiger Nickel, Leistungssportchef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zum indiskutablen Auftritt in Ratingen. Ratlosigkeit hinterließ vor allem Mike Maczey, der in den ersten vier Disziplinen hinter seiner Form hinterher rannte und dann vor dem 400-m-Lauf passte. Bereits in Götzis hatte der Polizist aus Schleswig-Holstein vorzeitig aufgeben.

          Auch Sebastian Knabe hat bis zur „Halbzeit“ keine Bäume ausgerissen und ist weit hinter seinem Vermögen geblieben. „Er muss noch den richtigen Schalter finden, um nach Paris zu kommen“, meinte Zehnkampf-Bundestrainer Claus Marek, fürchtet aber: „Ich als Berufsoptimist glaube nicht, dass er es schafft. Er hat sich aber selbst vorzeitig verabschiedet.“

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