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Nordische Ski-WM : Kowalczyk gewinnt - Behle schimpft

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Polnische Weltmeisterin: Justina Kowalczyk siegte in der Doppelverfolgung Bild: AP

Die polnische Langläuferin Justyna Kowalczyk hat bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Liberec den Titel in der Doppelverfolgung gewonnen. Kowalczyk siegte vor der Norwegerin Kristin Steira und der Finnin Aino-Kaisa Saarinen. Bundestrainer Jochen Behle war nach dem Rennen sauer.

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          Evi Sachenbacher-Stehle spürt Aufwind, Stefanie Böhler ist erkältet und Claudia Nystad am Boden zerstört: Die deutschen Langlauf-Damen kommen auch bei den nordischen Ski- Weltmeisterschaften in Liberec aus dem Tal nicht heraus. In der Doppelverfolgung über jeweils 7,5 Kilometer in den beiden Stilarten wusste am Samstag lediglich Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) als Zehnte einigermaßen zu überzeugen. Katrin Zeller (Oberstdorf) wurde 17.

          Während Böhler wegen Halsschmerzen vorsorglich verzichtete, stieg Nystad bereits in der zweiten Runde entnervt und frustriert aus und sah aus dem Zielraum, wie Justyna Kowalczyk das erste Langlauf-Gold einer Polin gewann. „Ich habe keine Ahnung, wie man sich bei diesen Bedingungen für einen No-Wax-Ski entscheiden konnte. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis“, schimpfte Bundestrainer Jochen Behle über die Skiwahl von Nystad.

          Sachenbacher-Stehle mit zehntem Rang zufrieden

          Die Oberwiesenthalerin stürzte bereits in der ersten Abfahrt und fand dann keinen Anschluss mehr. „Mein Ski ging überhaupt nicht“, stammelte sie mit versteinerter Miene und verschwand. „Die Claudia bauen wir schon wieder auf. Es war wirklich schwierig, heute den richtigen Klassik-Ski auszusuchen. Wir haben über eine Stunde getestet“, verteidigte Sachenbacher-Stehle ihre Teamkollegin.

          Zum falschen Ski gegriffen und gestürzt: Claudia Nystad
          Zum falschen Ski gegriffen und gestürzt: Claudia Nystad : Bild: dpa

          Sie selbst konnte nach der bislang enttäuschenden Saison mit mehreren Krankheiten wieder etwas optimistischer nach vorn sehen. „Durch die Krankheiten haben mir am Ende ein paar Körner gefehlt. Aber mit dem Ergebnis bin ich schon zufrieden“, sagte die Bayerin, die auf dem klassischen Abschnitt in der dritten Runde abreißen lassen musste. „Da haben wir mal einen Moment nicht aufgepasst und schon war die Lücke da, die du nicht wieder zulaufen kannst“, erklärte sie und konzentriert sich nun voll auf die beiden Team-Entscheidungen in der nächsten Woche.

          Die „Ski-Lotterie“ geht weiter

          „Die Staffel ist das wichtigste für uns. Aber da wird es auch eng, denn es gibt mittlerweile sechs Nationen, die auf das Podest wollen. Da bist du eben schnell auch nur Sechste“, sagte Sachenbacher-Stehle. Bundestrainer Behle hofft, dass Stefanie Böhler wieder richtig fit wird. „Bei ihr dauern Erholungsphasen immer sehr lange. Es wird wohl eng“, sagte er mit ernstem Gesicht, wohlwissend, dass auch Nystad nach dem Ausstieg und einer ohnehin äußerst zähen Saison das Selbstvertrauen verlassen haben könnte.

          Damit könnte es mit den beiden angestrebten Medaillen für die deutschen Langläufer eng werden, denn die Wetterprognosen für die Herren-Doppelverfolgung am Sonntag sind alles andere als rosig. „Es ist wieder Herren-Tag angesagt und damit reichlich Schneefall. Da geht die Ski-Lotterie wieder von vorn los“, berichtete Behle. Er hofft, dass aus den Erfahrungen des 15-Kilometer-Laufes vom Freitag Lehren gezogen wurden. Immerhin geht Axel Teichmann (Bad Lobenstein) als Titelverteidiger in ein Rennen, das zumeist als deutsche Paradedisziplin eingestuft wird.

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