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Biathlon-WM: Massenstart Männer : Österreichischer Doppelsieg - Rösch Fünfter

  • Aktualisiert am

Doppelte Freude bei den Österreichern: Dominik Landertinger (r.) wurde Weltmeister, Christoph Sumann kam als Zweiter ins Ziel Bild: AP

Der Österreicher Dominik Landertinger hat bei der Biathlon-WM das Massenstartrennen über 15 Kilometer vor seinem Landsmann Christoph Sumann und dem Russen Ivan Tscheresow gewonnen. Bester Deutscher war Michael Rösch aus Altenberg als Fünfter.

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          Drei Jahre nach dem Doping-Skandal bei Olympia in Turin haben Österreichs Biathleten bei den Weltmeisterschaften einen überraschenden Doppelerfolg geschafft. Im Massenstart über 15 Kilometer in Pyeongchang setzte sich Dominik Landertinger in 38:32,5 Minuten nach drei Schießfehlern vor seinem Landsmann Christoph Sumann durch, der nach ebenfalls drei Strafrunden lediglich 8,9 Sekunden zurücklag. Dritter wurde der Russe Ivan Tscheresow (0:13,9/2).

          „Ich bin sprachlos, es war einfach nur geil. Ein Lebenstraum ist in Erfüllung gegangen“, sagte Landertinger und fiel seiner mitgereisten Mama um den Hals. Der Hochfilzener hängte den nach dem letzten Schießen noch führenden Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen nahezu spielerisch ab und verhinderte den vierten Sieg des Norwegers in Südkorea. Björndalen wurde als Bester der Norweger Vierter vor Michael Rösch (Altenberg).

          Rösch mit Platz fünf nicht zufrieden

          Als die Österreicher sich mit Tränen in den Augen die Medaillen umhängen ließen, standen die Deutschen abseits. Rösch war nach vier Strafrunden und einem Rückstand von 34,7 Sekunden bester deutscher Skijäger. „Rang fünf ist ganz hervorragend. Ein Fehlschuss weniger, und das Podium wäre drin gewesen“, meinte Bundestrainer Frank Ullrich. Dagegen war der Altenberger nicht zufrieden: „Ich hatte schon medaillenglänzende Augen und habe aus eigener Dummheit das Ding mit zwei Strafrunden beim letzten Schießen weggeschenkt. Der fünfte Platz ist okay, doch ich stehe wieder mit leeren Händen da.“

          Eng geht es zu beim Massenstart - zumindest zu Beginn
          Eng geht es zu beim Massenstart - zumindest zu Beginn : Bild: dpa

          Christoph Stephan aus Oberhof, der WM-Zweite im Einzelrennen, kam auf Rang 21. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis beendete das Rennen nicht und erlebte einmal mehr eine Enttäuschung im fernen Südkorea. „Ich habe wahrscheinlich den Wind falsch eingeschätzt. Nach den vier Fehlern war mir klar, dass ich das Rennen nicht zu Ende laufen werde. Ob ich nun 20. oder 25. werde, ist egal. Ich versuche alles, aber es will beim Schießen nicht rundlaufen“, sagte der Allgäuer.

          Greis gibt auf

          Trotzdem kam Greis nach insgesamt sechs Fehlschüssen im Liegendanschlag noch einmal an den Schießstand. „Ich wollte nur noch einmal unter Wettkampfbedingungen schießen“, sagte Greis im Hinblick auf das Staffelrennen am Sonntag. Bundestrainer Ullrich legte sich nach dem Rennen auf Greis als Schlussläufer fest. Zudem laufen noch Stephan und Rösch sowie Neuling Arnd Peiffer aus dem Harz, der beim Gewinn der Bronzemedaille im Mixed überzeugen konnte.

          Die Österreicher schafften ihren zweiten WM-Doppelerfolg seit 2000. Damals waren in Oslo beim Einzel der inzwischen lebenslang dopinggesperrte Wolfgang Rottmann vor seinem Landsmann Ludwig Gredler erfolgreich gewesen. Nun bangen die Skijäger aus der Alpenrepublik um ihre Olympia-Teilnahme. Noch immer hat das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) keine Entscheidung getroffen, ob die nach dem Skandal von Turin lebenslang für Olympia gesperrten österreichischen Betreuer begnadigt werden. „Spätestens im Frühjahr sollten wir Bescheid wissen“, forderte ÖSV-Direktor Markus Gandler während der WM. Neben Gandler sind derzeit auch die Trainer Alfred Eder und Walter Hörl, Sportkoordinator Walter Gapp und Masseur Stefan Rohrmoser durch das ÖOC von Olympia ausgeschlossen.

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