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WM-aktuell : Der Spielfilm zum Viertelfinale: Spanien - Südkorea 3:5 n.E.

  • Aktualisiert am

Kein Durchkommen zum Tor: Fernando Hierro Bild: dpa

Mit seinem verschossenen Elfmeter besieglte Jaquin das WM-Aus der spanischen Mannschaft. Südkorea trifft nun im Halbfinale auf Deutschland.

          3 Min.

          Die deutsche Mannschaft trifft im Halbfinale auf Gastgeber Südkorea, der sich im Viertelfinale nach den Erfolgen gegen Portugal und Italien auch gegen Spanien durchsetzte.

          Mit seinem verschossenen Elfmeter besieglte Joaquin das WM-Aus der spanischen Mannschaft. Torhüter Lee Woon-Jae konnte den unpräzisen Schuss entschärfen, kurz darauf traf Song und ließ Südkorea in kollektive Jubelstürme ausbrechen. Bereits in der Verlängerung bekam Spanien ein reguläres Tor zu Unrecht aberkannt.

          Auch in der Verlängerung konnte zwischen den beiden Viertelfinalisten keine spielerische Entscheidung fallen. Jetzt muss das Elfmeterschießen über den dritten Halbfinalisten nach Brasilien und Deutschland entscheiden.

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          112. Minute: Nach hektischer Szene im südkoreanischen Strafraum befördert Luis Enrique den Ball über das Tor.

          100. Minute: Bei einem technisch anspruchsvollen Drehschuss von Morientes verhindert der Pfosten den spanischen Sieg.

          92. Minute: Ein Kopfballtreffer von Morientes wird nicht anerkannt, da zuvor der Linienrichter den Flankenball fälschlicherweise im Aus gesehen hatte.

          Nach regulärer Spielzeit steht es zwischen Spanien und Südkorea Unentschieden. In der Verlängerung kann nun ein Golden Goal für die sofortige Entscheidung sorgen.

          90. Minute: Lee Chun Soo scheitert von der Strafraumgrenze mit einem Schuss aus der Drehung am Iker Casillas.

          71. Minute: Joaquin trifft aus 18 Metern lediglich das Außennetz.

          67. Minute: Mit einer prächtigen Parade verhindert Casillas den Rückstand für Spanien. Park Ji Sung hatte aus kurzer Distanz abgezogen.

          59. Minute: Joaquin kann sich auf der rechten Seite durchsetzen, zieht zur Mitte und scheitert aus 18 Metern am südkoreanischen Torhüter Lee Woon-Jae.

          55. Minute: Park Ji-Sung versetzt mit einem sehenswerten Dribbling zwei Spanier und dringt in den spanischen Strafraum ein, wo Fernando Hierro zur Ecke klären kann.

          In der Partie des Viertelfinales zwischen dem Gastgeber und den Spaniern wird der deutsche Gegner im Halbfinale ermittelt.

          45.Minute: Kurz vor der Pause. Erneute Kopfballchance für Spanien. Hierro verpasst knapp.

          32.Minute: Lee Yul Yong im Spiel für Kim Nam-Il

          30. Minute: Nach Ecke de Pedro Kopfball Hierro - knapp übers Tor

          27.Minute: Nach zähem Beginn ohne Vorteile für ein Team, die erste Chance für Spanien durch einen platzierten Kopfball von Morientes.

          Spanien - Südkorea 0:0 n.V., 3:5 i.E.

          Spanien: Casillas - Puyol, Hierro, Nadal, Romero - Joaquin, Helguera (93. Xavi), Baraja, De Pedro (70. Mendieta) - Valeron (80. Luis Enrique), Morientes
          Südkorea: Lee Woon-Jae - Choi Jin-Cheul, Hong Myung-Bo, Kim Tae-Young - Song Chon-Gug, Kim Nam-Il (32. Lee Eul-Yong), Yoo Sang-Chul (60. Lee Chun-Soo), Park Ji-Sung, Lee Young-Pyo - Ahn Jung-Hwan, Seol Ki-Hyeon
          Schiedsrichter: Gamal Ghandour (Ägypten)
          Tore: Fehlanzeige
          Elfmeterschießen: 0:1 Hwang Sun-Hong, 1:1 Hierro, 1:2 Park Ji-Sung, 2:2 Baraja, 2:3 Seol Ki-Hyeon, 3:3 Xavi, 3:4 Ahn Jung-Hwan, Lee Woon-Jae hält gegen Joaquin, 3:5 Hong Myung-Bo
          Zuschauer:
          42.114
          Gelbe Karten: De Pedro, Morientes




          Mehrere Millionen Fans haben Südkoreas Metropole Seoul und andere Großstädte schon Stunden vor dem Viertelfinale der Asiaten bei der Fußball-WM im eigenen Land gegen Spanien in Gwangju in ein rotes Meer verwandelt. Zu Hunderttausenden strömten „Red Devils“ mit ihren roten T-Shirts, Stirnbändern und Kopftüchern auf viele Straßen und Plätze und stimmten sich bei Mittagstemperaturen von gut 30 Grad durch die unaufhörliche Wiederholung des Schlachtrufes „Dae Ha Min Guk“ („Republik Korea“) auf das wichtigste Spiel in Südkoreas Fußball-Geschichte ein.

          Unüberschaubare Menschenmassen versammelten sich in Seoul und weiteren Städten vor den zahlreichen Großbildleinwänden und feierten ihre „Helden“ schon vor dem Anpfiff. Mehrere Fernsehanstalten sendeten live von den Schauplätzen, manche Sender und Sponsoren gestalteten auf den Bühnen auch Programme mit prominenten Unterhaltungskünstlern.

          Zum Spielort Gwangju waren über 300.000 südkoreanische Fans - auch noch in der völlig grundlosen Hoffnung auf eine der begehrten 43.000 Eintrittskarten - gereist.

          Die Polizei erwartete am Samstag im ganzen Land insgesamt fünf Millionen Menschen auf den Beinen. Allein in Seoul rechneten die Behörden mit rund 2,9 Millionen „Reds“. Die Sicherheitskräfte setzten zur Vermeidung von Unruhen 7000 Beamte ein. Bei Südkoreas WM-Achtelfinale am vergangenen Dienstag gegen Italien hatten die Sicherheitskräfte in ganz Südkorea gut vier Millionen Fans auf Straßen und Plätzen registriert.

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