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Zweierbob-Weltcupfinale : Doppelsieg für deutsche Piloten in Königssee

  • Aktualisiert am

Goldjungs: Andre Lange (r.) und sein Anschieber Kevin Kuske siegten in Königssee Bild: dpa

Versöhnlicher Saisonabschluss für Andre Lange: Der dreimalige Olympiasieger siegte beim Weltcup-Finale in Königssee vor dem Teamkollegen Matthias Höpfner. Den Gesamtweltcup holte indes ein Amerikaner.

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          Freudestrahlend jubelten Weltmeister Andre Lange und Matthias Höpfner nach ihrem Doppelsieg im Zweierbob beim Weltcupfinale auf dem Podest. Der Oberhofer Lange distanzierte seinen Teamkollegen aus Oberbärenburg um knappe 0,07 Sekunden und feierte in Königssee seinen fünften Saisonsieg. Platz drei ging an Pierre Lueders aus Kanada, während sich Steven Holcomb (Vereinigte Staaten) als Vierter den Gesamtweltcup im Zweierbob sicherte. Lokalmatador Karl Angerer fuhr auf Rang fünf.

          „Ich bin hochzufrieden mit dem Sieg, zumal es mein erster Erfolg im Zweier hier in Königssee war“, sagte der dreimalige Olympiasieger Lange. Nach dem ersten Lauf war der mit Startnummer eins auf die ältesten Kunsteisbahn der Welt gegangene Lange noch nicht ganz präsent: „Der erste Durchgang war noch ein bisschen zu früh für mich. Ich hatte im oberen Teil leichte Probleme.“

          „Brutal kuriose Saison“

          Nach dem Startverzicht in Igls und der Disqualifikation wegen eines zu leichten Bobs in Cesana hatte Lange trotz Siegen in fünf von acht Weltcuprennen keine Chance auf den Gesamtsieg. „Deshalb ist es schwer zu sagen, wer der beste Pilot ist. Wir haben die WM in St. Moritz gewonnen, aber sicherlich ist auch interessant, was über die gesamte Saison passiert“, meinte Lange.Der 33-Jährige beendete die Zweier-Saison mit 565 Punkten als Dritter. Holcomb holte sich den Titel dank seiner zwei Saisonsiege vor dem mit 660 Zählern punktgleichen Lueders (ein Sieg). „So ein knappes Finale ist einfach der Wahnsinn“, meinte Holcomb.

          Mit gemischten Gefühlen stand Höpfner nach dem zweiten Podestplatz in Serie im Zielraum. „Auf der einen Seite könnte die Saison noch ein paar Wochen gehen, weil es gerade so gut läuft. Allerdings laufe ich körperlich ganz schön auf der Felge, bin ziemlich müde“, sagte Höpfner. Karl Angerer spielten im dritten deutschen Zweier die Nerven ein Schnippchen. „Es ist meine Heimbahn und da war ich schon ein bisschen aufgeregt. Natürlich ist es ärgerlich, hier so grobe Fehler zu machen“, sagte Angerer. Der Lokalmatador war in beiden Durchgängen schnell unterwegs, doch schwere Fahrfehler kosteten ihn einen möglichen Podestplatz.

          Dennoch zeigte er sich mit seinem ersten kompletten Weltcup-Winter zufrieden. „Das war eine brutal kuriose Saison. Anfangs ging es drunter und drüber und am Ende bin ich nun Teamweltmeister und insgesamt zweimal aufs Podium gefahren“, meinte ein lächelnder Angerer mit Töchterchen Marie auf dem Arm. Zudem wurde der 27-Jährige in Königssee erstmals von seinem neu gegründeten Fanklub angefeuert.

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