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Vierschanzentournee : Zwei Springer, vier Springen

  • -Aktualisiert am

Der Überflieger aus Tirol: Gregor Schlierenzauer Bild: AP

Schlierenzauer, Ammann, Ammann, Schlierenzauer, Ammann: fünf Springen, zwei Sieger. Wer stellt da noch die Frage nach den Favoriten für die an diesem Montag beginnende Vierschanzentournee?

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          Schlierenzauer, Ammann, Ammann, Schlierenzauer, Ammann: fünf Springen, zwei Sieger. Wer stellt da noch die Frage nach den Favoriten für die an diesem Montag beginnende Vierschanzentournee? Wie im vergangenen Winter: als Gregor Schlierenzauer, der Überflieger aus Tirol, und Simon Ammann, der Doppel-Olympiasieger von 2002 aus der Schweiz, vor dem frühen Höhepunkt des Skisprung-Winters der Konkurrenz auf und davon flogen. Als dann Ammann mit einem Sieg in Oberstdorf und dem zweiten Platz in Garmisch-Partenkirchen auf dem Weg schien, den Wechsel einzulösen, den er spätestens beim letzten Springen vor der Tournee gezogen hatte.

          Ammann und Schlierenzauer also. Oder doch der Dritte, irgendein Dritter? Jener Wolfgang Loitzl, zum Beispiel, der – sogar zu seiner eigenen Verblüffung – am Neujahrstag 2009 vom Mitspringer zum Sieger wurde und am Ende in Bischofshofen als Gewinner der Gesamtwertung triumphierte. Skispringen, mit den Unwägbarkeiten des Wetters und der Bewertung durch eine Jury, lebt mehr als viele andere Sportarten von der Überraschung.

          Das sprichwörtliche Glück wie im Fall Wojciech Fortunas, jenes polnischen Olympiasiegers 1972, der weder davor noch danach irgendein internationales Skispringen gewann, schreibt immer wieder einmal Namen in die Siegerlisten, die so schnell verblassen, wie sie gekommen sind. Wer sich allerdings jeweils in Qualifikation und Wettkampf über zehn Tage auf den vier unterschiedlichen Schanzen bewährt, verdient mehr als nur flüchtigen Ruhm.

          „Die Tournee ist ein Mythos”: Favorit Simon Ammann
          „Die Tournee ist ein Mythos”: Favorit Simon Ammann : Bild: AP

          „Die Tournee ist ein Mythos“, sagt Ammann, und so ähnlich drücken sich alle aus, die immer wieder das Ende eines Jahres und den Beginn des neuen zwischen Allgäu und Salzburger Land verbringen. Die Tournee-Sieger mit ihren ganz eigenen Geschichten halten diesen Mythos am Leben, die hohen Favoriten wie einst Sven Hannawald, Jens Weißflog oder Janne Ahonen, die beinahe selbstverständlich gewannen, ebenso wie die Außenseiter, die von der Gunst der Stunde profitieren.

          Aber immer wieder drücken die Unterlegenen, die großen Geschlagenen einer Vierschanzentournee ihren Stempel auf. Wie etwa Martin Schmitt im Jahr 2000, wie Amman und Schlierenzauer im vergangenen Jahr. Und wie Ammann oder Schlierenzauer am 6. Januar 2010?

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