https://www.faz.net/-gtl-77b5j

Skispringen in Val di Fiemme : Stoch siegt von der Großschanze

  • -Aktualisiert am

Bester Springer in Val di Fiemme: Kamil Stoch wird Weltmeister Bild: dpa

Das deutsche Skisprung-Quartett erreicht bei der WM zwar das Finale - doch mehr nicht. Richard Freitag wird Sechster. Ein unerwarteter Sieg gelingt Kamil Stoch. Einen schwarzen Abend erwischt indes Gregor Schlierenzauer.

          1 Min.

          Die deutschen Skispringer haben eine weitere Bewährungsprobe nicht bestanden. Auch von der großen Schanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften konnten sie kein entscheidendes Wort mitreden. Alle vier nominierten Athleten aus dem Aufgebot von Bundestrainer Werner Schuster erreichten zwar das Finale - doch mehr nicht.

          Beim unerwarteten Sieg des Polen Kamil Stoch, der mit Weiten von 131,5 und 130 Metern sowie 295,8 Punkten Maßstäbe setzte, reichte es für Richard Freitag aus Aue als bestem Akteur des Deutschen Skiverbands zum sechsten Platz. Severin Freund (Rastbüchl) wurde Neunter, Andreas Wank (Oberhof) Elfter, Michael Neumayer (Berchtesgaden) Dreizehnter.

          Es gab kein Team, das in der „Top 15“ so zahlreich vertreten war, doch darüber wollte bei keinem der Protagonisten spürbare Freude aufkommen. „Natürlich bin ich enttäuscht. Es ist uns nicht gelungen, einen einzigen Sportler an den Start zu bringen, der mit den allerbesten mitschweben kann. Das ist eine ernüchternde Erkenntnis“, sagte Schuster und kündigte an: „Das werden wir aufarbeiten müssen. Aber wir haben nicht versagt.“

          Stoch wiederholte auf den Tag genau das Kunststück seines Landsmanns Adam Malysz, der 2003 an der gleichen Stelle Titelträger von der Großschanze wurde, und diesmal zu den ersten Gratulanten seines Nachfolgers gehörte.

          Richard Freitag wird als bester Deutscher Sechster bei der WM

          Mit Silber konnte sich Peter Prevc aus Slowenien schmücken, die bronzene Medaille erhielt der Norweger Anders Jacobsen. Freitag bezeichnete seine zwei Versuche, bei denen er 129 und 128,5 Meter (280,4 Punkte) erreichte, „als nicht gut genug“. Freund sprach ebenfalls Klartext: „Es lief blöd für uns.“

          Einen schwarzen Abend erwischte auch Gregor Schlierenzauer. Dem in dieser Saison bis dahin überragenden Österreicher, Sieger bei der Vierschanzentournee, missriet sein erster Durchgang komplett. Der Absturz des Weltcup-Überfliegers, der sich auf der achten Position wiederfand, war die zweite Überraschung des Donnerstags in Predazzo. Eine letzte Chance auf Gold bleibt dem DSV-Quartett noch: in der Mannschaftswertung am Samstag.

          Skispringen: Einzel von der Großschanze

          1. Kamil Stoch (Polen) 295,8 Pkt. (131,5/130,0 m)
          2. Peter Prevc (Slowenien) 289,7 (130,5/130,5)
          3. Anders Jacobsen (Norwegen) 289,1 (129,0/131,0)
          4. Wolfgang Loitzl (Österreich) 284,9 (128,5/132,5)
          5. Jan Matura (Tschechien) 281,4 (127,5/132,0)
          6. Richard Freitag (Aue) 280,4 (129,0/128,5)
          7. Simon Ammann (Schweiz) 279,8 (127,5/132,5)
          8. Gregor Schlierenzauer (Österreich) 279,2 (125,0/128,5)
          9. Severin Freund (Rastbüchl) 277,4 (126,5/129,5)
          10. Daiki Ito (Japan) 276,9 (127,5/127,0)
          11. Andreas Wank (Oberhof) 276,4 (127,5/129,5)

          ...13. Michael Neumayer (Berchtesgaden) 274,3 (130,5/124,0)

          Weitere Themen

          Bayerns Basketballer zaubern wieder

          Euroleague : Bayerns Basketballer zaubern wieder

          Die Basketballer des FC Bayern haben sich für die Pokalniederlage gegen Bonn rehabilitiert und in der Euroleague ihre bislang beste Saisonleistung gezeigt. Ein deutscher Nationalspieler war mal wieder in Topform.

          Topmeldungen

          Die Demokratin Nancy Pelosi gerät im Weißen Haus mit Präsident Donald Trump aneinander.

          Trump gegen Pelosi : Da oben ist was nicht in Ordnung

          Syrien, Ukraine – und die eigene Partei: Donald Trump kämpft an mehreren Fronten. Das geht an die Substanz des amerikanischen Präsidenten. Das zeigt auch der heftige Streit mit Nancy Pelosi. Unterdessen verschärft sich die Konfrontation mit dem Kongress.

          Ruinerwold in Aufruhr : Polizei nimmt auch Vater der isolierten Familie fest

          Fassungslos reagieren die Einwohner des niederländischen Dorfes Ruinerwold auf die mutmaßliche Freiheitsberaubung einer ganzen Familie zu der immer mehr Details ans Licht kommen. Nun hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen verhaftet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.