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Winterreise : Deutsche dominieren im Staffelrodeln

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Gelungener Ritt durch den Eiskanal: David Möller Bild: dpa

Das Duo Leitner/Resch, Silke Kraushaar und David Möller gewannen die Weltpremiere im Staffelrodeln. Der Schweizer Marc Berthod schoss mit Startnummer 60 auf Rang 1 beim Slalom in Adelboden. Die Wintersport-Tagesreise bei FAZ.NET.

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          Die Staffel-Weltpremiere der Rodler hat das deutsche Team ganz souverän gewonnen. Patric Leitner/Alexander Resch, Silke Kraushaar-Pielach und David Möller waren beim Rodel-Weltcup in Königssee nach je einem Lauf 1,262 Sekunden schneller als die Österreicher. Rang drei belegte Kanada. Erstmals wurde eine solche Staffel mit fortlaufender Zeit als Team-Wettbewerb durchgeführt. Die Athleten mussten im Ziel eine Tafel abschlagen und so das Startsignal für den nächsten Piloten geben.

          Der frühere Weltmeister David Möller belegte am Vormittag beim Einzelrodeln Platz drei. Der Thüringer war nach zwei Läufen 0,207 Sekunden langsamer als der siegreiche Olympiazweite Albert Demtschenko aus Russland. Der zweimalige Olympiasieger Armin Zöggeler aus Italien (0,069 Sekunden zurück) wurde Zweiter und baute seine Führung im Gesamtweltcup vor Möller auf 70 Punkte aus.

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          Marlies Schild ist im Slalom derzeit kaum zu schlagen. Die Österreicherin feierte im sechsten Weltcup-Torlauf im slowenischen Kranjska Gora ihren fünften Sieg. Schild lag nach zwei Läufen deutlich vor der Tschechin Sarka Zahrobska und Veronika Zuzulova aus der Slowakei.

          „Slalom-Königin” Marlies Schild

          Die sieben deutschen Starterinnen enttäuschten bis auf eine Ausnahme. Allein Annemarie Gerg qualifizierte sich für den zweiten Durchgang und kam auf Rang zwölf. Kathrin Hölzl wurde einen Tag nach ihrem vierten Platz im Riesenslalom nur 40., zwei Plätze vor Maria Riesch (Partenkirchen). Die bisher konstanteste Torläuferin des Deutschen Skiverbandes, Monika Bergmann-Schmuderer, verpasste als 45. erstmals in dieser Saison die Punkte-Ränge.

          ALPIN: Berthod fuhr von 60 auf eins

          Der Schweizer Marc Berthod hat mit einer sensationellen Leistung den Weltcup-Slalom im schweizerischen Adelboden gewonnen. Der mit Startnummer 60 ins Rennen gegangene Schweizer katapultierte sich in Adelboden unter den Ovationen seiner Landsleute sensationell vom 27. Platz nach dem ersten Durchgang auf den Spitzenrang vor - so viele Plätze machte zuvor noch niemand gut.

          Der 22-Jährige lag am Ende vor den Österreichern Benjamin Raich und Mario Matt und beendete mit seiner Rekordfahrt die schwarze Schweizer Serie nach 103 sieglosen Weltcup-Rennen. Felix Neureuther fiel beim extrem schwierigen Slalom vom neunten Platz noch auf Rang 18 zurück. Alois Vogl wurde wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Damit schied der 34-Jährige im vierten Slalom des WM-Winters zum dritten Mal aus. Derweil hat der viermalige Olympiasieger Kjetil Andre Aamodt aus Norwegen seine überragende Karriere beendet ( Siehe auch: Ski alpin: Der „Super-Elch").

          BIATHLON: Russische Übermacht im Jagdrennen

          Andreas Birnbacher war als Sechster bester deutscher Biathlet im Weltcup-Jagdrennen von Oberhof. Nach 12,5 Kilometern landete Weltcup-Spitzenreiter Michael Greis auf Rang 15, während an der Spitze Nikolai Kruglow eine russische Troika zum Sieg führte. Kruglow, der in Oberhof bereits den Sprint gewonnen hatte, verwies seine Landsleute Dmitri Jaroschenko und Maxim Tschudow auf die nächsten Plätze. Vor dem Rennen war Kruglows Teamgefährte Sergej Roschkow nach einem Bluttest wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes mit einer Fünf-Tages-Schutzsperre belegt worden. Weltcup-Spitzenreiter Michael Greis, der als Zweiter des Sprints zu den Topfavoriten zählte, fiel durch fünf Strafrunden weit zurück. Im Gesamtweltcup führt Greis nun mit 320 Punkten vor Jaroschenko (289) und dem diesmal auf Rang fünf eingekommenen fünfmaligen Saisonsieger Ole Einar Björndalen (Norwegen/288).

          Youngster Magdalena Neuner hat zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Oberhof den dritten Platz im Jagdrennen erobert. Die Sprint-Siegerin lag nach zehn Kilometern 30,9 Sekunden hinter der Norwegerin Linda Grubben, die in 35:33,7 Minuten ihren zweiten Saisonsieg vor der Französin Sandrine Bailly feierte. Vor 21.000 Zuschauern boten die deutschen Läuferinnen trotz Schwächen beim Schießen wieder mannschaftlich eine starke Leistung. Weltcup-Titelverteidigerin Kati Wilhelm belegte Platz fünf. Simone Denkinger, Martina Glagow und Andrea Henkel kamen als 7., 8. und 9. ins Ziel. Im Gesamtweltcup führt Henkel nun mit 371 Punkten.

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