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Winterreise : Björndalen der „König von Ruhpolding“

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Das Maß aller Dinge in der Biathlonszene: Ole Einar Björndalen Bild: dpa

Der norwegische Biathlonstar gewinnt alle Wettbewerbe. Ohne eine deutsche Medaille geht die Eisschnelllauf-EM zu Ende. Erfolgreicher Tag für deutsche Rodler und Bobpiloten. Das Skifliegen in Vikersund fiel dem Wind zum Opfer. Die Winterreise auf FAZ.NET.

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          Der Norweger Ole Einar Björndalen hat auch den Massenstart-Wettbewerb gewonnen. Der Gesamtweltcup-Spitzenreiter war damit bei allen drei Männer-Entscheidungen in Ruhpolding erfolgreich, schraubte seine Erfolgsstatistik auf 71 Weltcup-Siege. Bei seinem Sieg setzte er sich fehlerfrei schießend in 40:58,1 Minuten vor seinem Landsmann Emil Hegle Svendsen und Christoph Sumann aus Österreich durch. Bester Deutscher war der Altenberger Michael Rösch, der mit einer Strafrunde belastet Platz fünf belegte. Olympiasieger Michael Greis wurde Neunter.

          Weltcup-Titelverteidigerin Kati Wilhelm ist zum Abschluss der Wettbewerbe in Ruhpolding auf den zweiten
          Platz im Massenstart gestürmt. Die dreimalige Olympiasiegerin aus Zella-Mehlis musste sich nach 12,5 Kilometern nur der Schwedin Anna Carin Olofsson geschlagen geben. Platz drei sicherte
          sich Linda Grubben aus Norwegen. Durch ihren zweiten Saisonsieg eroberte Olofsson das Gelbe Trikot der Führenden in der Gesamtwertung von der wegen einer Grippe nicht einsatzbereiten Thüringerin Andrea Henkel. Ein persönliches Debakel erlebte Shooting-Star Magdalena Neuner aus Wallgau, die bis zum letzten Schießen noch nach überzeugender Laufleistung auf Kurs Siegerpodest lag. Im Stehendanschlag aber versagten der 19 Jahre alten Junioren-Weltmeisterin die Nerven. Sie traf keine einzige Scheibe, musste fünf Strafrunden drehen und fiel auf Platz 15 zurück.

          EISSCHNELLLAUF: Historische Pleite

          Die Tschechin Martina Sablikova ist erstmals Eisschnelllauf-Europameisterin und hat auf der Freiluftbahn in
          Klobenstein/Südtirol die deutsche EM-Erfolgsserie beendet. Daniela Anschütz-Thoms als Vierte und die enttäuschende Titelverteidigerin Claudia Pechstein als Fünfte verpassten für die erfolgsverwöhnten deutschen Damen zum ersten Mal seit 1999 den EM-Titel und erstmals seit 1974 einen Podestplatz.

          Enttäuschung: Claudia Pechstein ist völlig außer Form

          Zweite hinter Langstreckenspezialistin Sablikova (162,945) wurde die Niederländerin Ireen Wüst, die im abschließenden 5000-m-Lauf ein Polster von 14,05 Sekunden auf die Tschechin sensationell noch verspielte. Die 5000 m gewann Sablikova in Freiluft-Weltrekordzeit von 6:58,45 Minuten vor Renate Groenewold (7:08,46) und Pechstein (7:10,05).

          BOB: EM-Gold für André Lange

          Doppel-Olympiasieger Andre Lange hat bei der EM in Cortina d'Ampezzo im Viererbob die Goldmedaille gewonnen. Der Oberhofer war einen Tag nach dem enttäuschenden dritten Platz im kleinen Schlitten mit seiner Crew 0,04 Sekunden schneller als der Russe Jewgeni Popow. Für Lange war es der sechste EM-Titel seiner Laufbahn. Dritter wurde der Schweizer Ivo Rüegg, drei Hundertstelsekunden dahinter landete Debütant Thomas Florschütz auf EM-Rang vier.

          In der Weltcup-Wertung des Rennens belegten Lange, Alexander Rödiger Kevin Kuske und Martin Putze an seinem 22. Geburtstag nur Rang zwei mit 0,21 Sekunden Rückstand auf den schon im Zweier siegreichen US-Amerikaner Steven Holcomb. Der am Vortag nach Sturz ausgeschiedene Matthias Höpfner (Oberbärenburg) landete in dieser Wertung auf Rang 10.

          SKI ALPIN: Mario Matt stürmt zum Sieg

          Der Österreicher Mario Matt hat die alpine Weltcup-Super-Kombination in Wengen in der Schweiz gewonnen. Auf der durch die frühlingshaften Temperaturen aufgeweichten Piste setzte sich Matt am Sonntag nach verkürzter Lauberhorn-Abfahrt und einem Slalom-Durchgang vor den Schweizern Marc Berthod und Silvan Zurbriggendurch. Matt fuhr von Platz 30 noch ganz nach vorn, das war im Ski-Weltcup bisher noch keinem Fahrer gelungen. Der nach der Abfahrt favorisierte Bode Miller aus den USA fädelte im Slalom ein und schied aus. Johannes Stehle aus Obermaiselstein konnte bei noch laufendem Wettbewerb mit 4,40 Sekunden Rückstand weiter auf Weltcup-Punktehoffen.

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