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Sieg beim Klassiker am Kulm : Die grandiose Flugshow des Severin Freund

  • Aktualisiert am

Keiner fliegt am Kulm weiter als Severin Freund Bild: dpa

Kaum ist die Vierschanzentournee vorbei, klappt es wieder bei den deutschen Skispringern. Beim Klassiker am Kulm deklassiert Severin Freund auf der umgebauten Monsteranlage nicht nur Tourneesieger Stefan Kraft.

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          Mit einer grandiosen Flugshow hat Severin Freund den Skiflug-Klassiker am Kulm gewonnen und den elften Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Weltmeister verwies am Samstag mit Flügen auf 227,5 und 210 Meter Vierschanzentourneesieger Stefan Kraft aus Österreich und den Slowenen Jurij Tepes, der im Finale mit 231 Metern die Tagesbestweite stand, auf die Ränge.

          „Wenn man als Weltmeister noch keinen Podiumsplatz im Skifliegen hat, muss man das schleunigst ändern. Dass mir dies mit einem Sieg gelungen ist, ist besonders schön“, frohlockte Freund nach seinem überlegenen Erfolg. „Für sein Selbstwertgefühl ist das enorm wichtig“, befand Bundestrainer Werner Schuster.

          Auch die anderen DSV-Springer wussten zu überzeugen. Markus Eisenbichler belegte den neunten Platz. Richard Freitag wurde Elfter, Michael Neumayer Zwölfter. „Das war ein guter Tag. Severin ist fantastisch gesprungen. Er war extrem entschlossen und ist ans Limit gegangen“, stellte Schuster zufrieden fest. Nach der enttäuschend verlaufenen Vierschanzentournee, die Freund auf Rang acht beendete, hatte sich der 26-Jährige für die Flugpremiere auf der umgebauten Monsteranlage am Kulm viel vorgenommen.

          Und er hielt Wort. „Es ist seine große Stärke, dass er sich nach Enttäuschungen sofort berappelt“, lobte Schuster. Schon im Training am Freitag hatte Freund mit 237,5 Metern den  deutschen Rekord von Neumayer um 6,5 Meter verbessert. 24 Stunden später war der Weltmeister auch im Wettkampf voll da. „Ich komme hier brutal gut zurecht“, sagte er.

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          Unbeeindruckt von den wechselnden Windbedingungen segelte Freund im ersten Versuch auf 227,5 Meter. „Es war ganz okay von den Bedingungen her und ziemlich cool zum Fliegen. Jeder Flug auf dieser Schanze macht immens viel Spaß“, berichtete der Team-Olympiasieger.

          Am Ende deklassierte er die Konkurrenz um mehr als 26 Punkte. In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich der Bayer mit 633 Punkten auf den vierten Platz vor. Das Gelbe Trikot behauptete der Österreicher Michael Hayböck (704) vor Kraft (697). Einen guten Wettkampf lieferte Eisenbichler ab, der im ersten Versuch mit 206 Metern den ersten 200er seiner Karriere bejubelte. „Das hat ihm extrem gut getan. Es könnte der erste Schritt zurück sein“, befand Schuster.

          Pech hatte Freitag, der seine Chancen schon im ersten Durchgang einbüßte. Die frühe Landung bei 164 Metern wurmte den Sachsen enorm. Im Finale zeigte der 23-Jährige mit einem stilistisch sauberen Flug auf 208 Meter sein ganzes Können und verbesserte sich noch um zehn  Plätze. „Beim ersten Sprung war ich zu spät, da waren aber auch die Bedingungen schlecht. Der zweite Versuch ging besser, da war auch die Luft da“, sagte Freitag. Ähnlich erging es Routinier Neumayer, der sich nach 170,5 Metern im zweiten Durchgang auf 205,5 Meter steigerte.

          Skispringen-Weltcup in Bad Mitterndorf/Österreich / Einzel, Skifliegen

          1. Severin Freund (Rastbüchl) 420,5 Pkt. (227,5/210,0 m);
          2. Stefan Kraft (Österreich) 394,4 (224,0/197,5);
          3. Jurij Tepes (Slowenien) 390,2 (186,5/231,0);
          4. Peter Prevc (Slowenien) 372,4 (205,0/193,0);
          5. Noriaki Kasai (Japan) 368,4 (176,5/213,5);
          6. Rune Velta (Norwegen) 357,9 (197,0/195,5);
          7. Jernej Damjan (Slowenien) 354,9 (191,5/201,5);
          8. Piotr Zyla (Polen) 351,9 (193,5/195,0);
          9. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) 350,4 (206,0/177,0);
          10. Roman Koudelka (Tschechien) 329,8 (180,5/189,0);
          11. Richard Freitag (Aue) 329,1 (164,0/208,0);
          12. Michael Neumayer (Oberstdorf) 328,1 (170,5/205,5);

          29. Daniel Wenig (Berchtesgaden) 268,5 (169,5/160,5);
          33. Stephan Leyhe (Willingen) 113,0 (155,5)

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