https://www.faz.net/-gtl-rfbn

Weltcup-Slalom in Lienz : Schild gewinnt, Ertl-Renz disqualifiziert

  • Aktualisiert am

Nachträglich disqualifiziert: Martina Ertl-Renz Bild: dpa/dpaweb

Ski-Rennläuferin Martina Ertl-Renz befindet sich sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen auf dem Weg zurück in die Weltspitze - trotz eines „Schönheitsfehlers“.

          2 Min.

          Ski-Rennläuferin Martina Ertl-Renz befindet sich sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen auf dem Weg zurück in die Weltspitze - trotz eines „Schönheitsfehlers“.

          Die 32 Jahre alte Lenggrieserin fuhr beim Weltcup-Slalom im österreichischen Lienz mit einem furiosen zweiten Lauf auf Rang sieben, wurde nach dem Sieg der Österreicherin Marlies Schild allerdings wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) holte sich als 13. das Ticket für Olympia, die zuletzt starke Annemarie Gerg (Lenggries) schied im ersten Lauf aus.

          Janica Kostelic übernimmt Führung

          Martina Ertl-Renz trug ihre nachträgliche Disqualifikation aber mit Fassung, vielmehr überwog bei ihr einen Tag nach Rang neun im Riesenslalom an gleicher Stelle die Zufriedenheit über eine erneute Leistungssteigerung. „Ich bin sehr gut gefahren, das läßt hoffen für die nächsten Rennen“, sagte sie am Fuße des anspruchsvollen Schloßbergs, den Siegerin Marlies Schild zweimal mit Laufbestzeit absolvierte. Die Österreicherin gewann ihr erstes Saisonrennen in 1:57,92 Minuten vor Teamkollegin Nicole Hosp (1:58, 94) und Janica Kostelic aus Kroatien (1:59,65), die nach dem Ausfall von Anja Pärson aus Schweden im ersten Durchgang die Führung im Gesamt- und im Slalom-Weltcup übernahm.

          Pech hatte auch Monika Bergmann-Schmuderer. Schon während des ersten Durchgangs bemerkte sie im Rücken einen „Stich wie mit einer Stricknadel“, konnte dadurch nur gehandicapt in den zweiten Lauf starten. „Das ist irgendwas mit der Bandscheibe, da habe ich schon länger Probleme“, sagte die 27jährige, die sich vor dem zweiten Durchgang mit einer Schmerztablette aushalf. „Das war nicht optimal“, räumte sie ein, dennoch reichte ihre zweite Top-15-Plazierung in diesem Winter für das Olympia-Ticket.

          Annemarie Gerg schied aus

          Annemarie Gerg konnte ihre derzeit bestechende Form nur kurz unter Beweis stellen. Die Lenggrieserin griff völlig unbeeindruckt von ihrem Trümmerbruch des linken Daumens an, schied allerdings mit der zweitbesten Zwischenzeit schon im ersten Lauf aus. „Das war eine kleine Unachtsamkeit von mir. Der Ski ist kurz ins Hüpfen gekommen, hat dann gleich wieder gegriffen und ist dann aber in die falsche Richtung. Da konnte ich nichts mehr machen“, sagte die 30jährige nach ihrem ersten Ausfall in diesem Winter. Auch Anja Blieninger (Altenau) schied bereits im ersten Lauf aus.

          Trotz teilweise gewaltiger Zeitrückstände von annähernd vier Sekunden verpaßten zwei weitere DSV-Läuferinnen nur um Bruchteile den zweiten Durchgang der besten 30. Nachwuchsläuferin Fanny Chmelar (Ramsau) fuhr mit der hohen Startnummer 64 als 32. denkbar knapp an ihrem ersten Weltcup-Finallauf vorbei, ebenso Teamkollegin Kathrin Hölzl (Bischofswiesen), die 33. wurde.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.