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Deutsche Biathleten hadern : „Das tat richtig weh“

  • Aktualisiert am

Ärgert sich über seine Leistung: Benedikt Doll Bild: EPA

Für die deutschen Biathleten läuft es nicht gut: Die Frauen-Staffel muss sich mit Platz vier zufrieden geben. Bei den Männern kosten zu viele Schießfehler eine Top-Platzierung.

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          Erst verfehlte die deutsche Frauen-Staffel hauchdünn das Podest, dann verpassten die deutschen Biathleten in der Verfolgung nach einer mäßigen Schießleistungen eine Top-10-Platzierung: Für das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) lief es am Samstag beim Weltcup in Hochfilzen nicht nach Wunsch.

          Winzige 0,2 Sekunden betrug der Rückstand für Denise Herrmann, Janina Hettich, Maren Hammerschmidt und Franziska Preuß über die 4x6 Kilometer auf Schweden. „Ich war mir relativ sicher, dass ich das im Zielsprint hinbekomme. Aber meine Beine wollten nicht so, wie ich will. Deshalb hat es nicht ganz gereicht“, sagte Schlussläuferin Herrmann nach dem undankbaren 4. Platz enttäuscht. Die 31-Jährige verlor den Endspurt gegen die Schwedin Elvira Öberg.

          Das DSV-Quartett, das in Kontiolahti noch auf Platz drei gestürmt war, benötigte neun Nachlader. Preuß, am Freitag im Sprint noch starke Dritte, leistete sich sogar eine Strafrunde. „Das ärgert mich sehr, dass ich es nicht hinbekommen habe. Ich war sehr wacklig auf den Beinen. Ich kann es mir nicht so ganz erklären. Das war Schadensbegrenzung“, sagte Preuß.

          Der Sieg ging souverän an die Norwegerinnen (1+6), die in 1:08:04,3 Stunden vor Frankreich (+24,5 Sekunden/0+16) und Schweden (1+9/32,5) triumphierten. Die Weltmeisterinnen, die im vergangenen Winter alle Staffeln gewonnen hatten, revanchierten sich so auch für den schwachen achten Rang von Kontiolahti.

          Am Sonntag (11.45 Uhr/ZDF) steht bei den Frauen die Verfolgung über 10 Kilometer auf dem Programm. Preuß hat eine tolle Ausgangsposition.

          „Das war ein sehr hartes Rennen“

          In Lauerstellung lagen auch die DSV-Männer vor dem Verfolger über 12,5 Kilometer am Samstag. Doch letztendlich musste sich Benedikt Doll als bester DSV-Athlet mit dem 11. Rang zufrieden geben. „Das war ein sehr hartes Rennen, das tat richtig weh“, sagte Doll, den vor allem seine zwei Fehler gleich zum Auftakt „richtig aufregen. Das war so leichtsinnig. Da krieg ich sicherlich eine auf den Deckel.“

          Insgesamt leistete sich Doll, Achter nach dem Sprint, drei Schießfehler. Erik Lesser verfehlte sogar viermal das Ziel und wurde 16. Er sprach unumwunden von einem „Scheißrennen“. Der Franzose Quentin Fillon Maillet gewann nach fehlerfreier Schießleistung in 32:38,7 Minuten vor seinem Landsmann Emilien Jacquelin (0/+25,5 Sekunden) und Sprint-Sieger Johannes Dale aus Norwegen (2/+49,5).

          Olympiasieger Arnd Peiffer fehlte, nachdem er aus persönlichen Gründen auf den Start im Sprint verzichtet hatte. Der 33-Jährige war am Freitag aus Hochfilzen abgereist und wird auch am Sonntag (14.45 Uhr) bei der Staffel über 4x7,5 Kilometer nicht zur Verfügung stehen.

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