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Rodel-EM in Sotschi : Gold für das Team, Bronze für Loch

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Weltcup-Gesamtsieger war er schon – nun holt Felix Loch auch EM-Bronze Bild: dpa

Erfolgreicher Abschluss für die deutschen Rodler: Die Teamstaffel holt Gold vor Russland, Olympiasieger Felix Loch sichert sich dank einer Aufholjagd die Bronzemedaille.

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          Als Felix Loch mit EM-Bronze und großem Kristallpokal in die Kamera strahlte, hatte die völlig verblüffte Dajana Eitberger schon eine goldene Nacht hinter sich. Die deutschen Rodler haben beim Weltcup-Finale in Sotschi und der parallel ausgefahrenen EM einmal mehr überzeugt - auch wenn Olympiasieger Loch am Sonntag den Russen Semjon Pawlitschenko und Alexander Peretjagin den Vortritt lassen musste. „Ich bin mit dem dritten Platz super zufrieden“, sagte der Bayer. Er stand schon vor dem Trip ans Schwarze Meer als Sieger der Gesamtwertung fest und wurde nun auch offiziell geehrt. „Jetzt die Kugel in der Hand ist natürlich geil“, freute sich Loch.

          Dass es für den 25-Jährigen nach dem verpassten WM-Titel auch nicht zum obersten Podestplatz bei der EM gereicht hat –  geschenkt. In der Staffel raste er danach mit Eitberger und den famosen Doppelsitzern Tobias Wendl/Tobias Arlt vor Russland und Lettland auf Rang eins und konnte im siebten Teamwettkampf der Saison zum siebten Mal jubeln.

          Der größte Trimuph ihrer Karriere

          Nach dem ersten Lauf in seinem Einsitzer-Rennen mit Rang sieben hatte es noch schlecht ausgesehen für Loch. „Das Wetter hat uns heute überhaupt nicht in die Karten gespielt“, erklärte er, „aber ich bin froh, dass ich noch nach vorne gefahren bin.“ Rückblickend auf den Winter resümierte er: „Da kann man sich auf keinen Fall beschweren.“ Hinter Loch kam Andi Langenhan auf den vierten Platz, obwohl er im ersten Lauf nur 13. war. Der Thüringer verteidigte durch die Aufholjagd den zweiten Rang in der Gesamtwertung.

          Auch Eitberger beendete das Jahr als Gesamtzweite –  am Wochenende krönte sie ihren starken Winter: Die Thüringerin feierte in Sotschi nicht nur ihren ersten Weltcuperfolg vor Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und der Russin Tatjana Iwanowa, sondern auch noch den EM-Titel. Die Sportlerin, die sich selbst gerne lachend als „die große Blonde mit dem kindlichen Gemüt“ beschreibt, feierte nach drei zweiten Plätzen in diesem Winter den größten Triumph ihrer Karriere. Im erfolgsverwöhnten deutschen Frauen-Team löste sie zugleich Tatjana Hüfner –  die erstmals seit 2004/05 eine Saison ohne Weltcupsieg erlebte –  als Nummer zwei hinter der überragenden Geisenberger ab.

          Die Sammlung wächst weiter

          „Ich gönne es Dajana so sehr“, sagte Geisenberger. Sie war wie Loch schon als Siegerin der Gesamtwertung nach Russland geflogen. In der Eisrinne von Krasnaja Poljana, wo sie 2014 bei Olympia den größten Erfolg ihrer Laufbahn gefeiert hatte, gab sie den möglichen Sieg aus der Hand. „Der Fehler im ersten Lauf war riesengroß. Damit noch EM-Silber zu gewinnen, ist einfach der Wahnsinn“, sagte sie.

          Schlimme Patzer hatten sich Geisenbergers Trainingskollegen Tobias Wendl und Tobias Arlt nicht erlaubt und souverän den EM-Titel erobert. „Das hat uns in unserer Sammlung noch gefehlt“, berichtete Wendl mit Verweis auf die Erfolge bei Olympia 2014 und der WM vor zwei Wochen. In Sotschi gewannen sie vor den Österreichern Peter Penz und Georg Fischler sowie Andris und Juris Sics aus Lettland.

          Im Zielauslauf strahlten die beiden Bayern mit Toni Eggert und Sascha Benecken um die Wette –  obwohl diese nur Siebte geworden waren. Der Platz reichte den Thüringern zum ersten Erfolg in der Gesamtwertung, sie retteten 16 Punkte Vorsprung auf Wendl/Arlt. „Wir sind im Training überhaupt nicht zurecht gekommen, hatten in einem Lauf fast fünf Stürze. Wir haben uns dann entschieden, auf Sicherheit zu fahren“, sagte Eggert: „Wir sind zweimal brav ins Ziel gefahren.“ Anschließend gab es den begehrten Kristallpokal, den sich die zwei vor allem durch einen starken Start in die Saison mit vier Siegen in Serie verdient hatten. Bis Sotschi landeten Eggert/Benecken in elf Rennen elfmal unter den ersten zwei. „Wir können mega-stolz sein“, meinte Eggert, Benecken erzählte: „Wir sind überglücklich.“

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