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Weltcup der Eisschnellläufer : International nicht konkurrenzfähig

  • Aktualisiert am

Acht Sekunden Rückstand auf die Siegerin: Claudia Pechstein in Minsk Bild: AP

Beim Weltcup-Auftakt der Eisschnellläufer ist die streitbare Claudia Pechstein beste Deutsche – aber doch nur Drittletzte im Klassement. Immerhin hat die DESG nun eine Doppelspitze.

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          Claudia Pechstein ist mit Platz 14 über 3000 Meter in die Weltcup-Saison der Eisschnellläufer in Minsk gestartet. In 4:12,04 Sekunden war die 47 Jahre alte Berlinerin an diesem Freitag abermals schnellste Deutsche – aber auch nur Drittletzte im Feld. Roxanne Dufter wurde nach krassem Einbruch auf den letzten Runden auf der Zielgeraden noch von ihrer chinesischen Gegnerin Mei Han überspurtet und kam in 4:17,20 Minuten nur auf den 16. und letzten Platz. Die Inzellerin war damit sogar knapp drei Sekunden langsamer als die Berlinerin Michelle Uhrig in der B-Gruppe.

          „Die Top 10 wären für mich ein Riesenerfolg gewesen, aber auch so bin ich aufgrund meiner konstanten Rundenzeiten mit dem Ergebnis nicht unzufrieden“, sagte Pechstein, nachdem sie bei ihrem letzten Rennen in der Minsk-Arena im März 2018 rund vier Sekunden langsamer war. Der Sieg ging in 4:04,67 an die Kanadierin Isabell Weidemann.

          Zuvor hatten sich die deutschen Team-Sprinter mit Rang neun unter zehn Staffeln zufrieden geben müssen. Nico Ihle, Joel Dufter und Stefan Emele benötigten in Weißrusslands Hauptstadt 1:23,55 Minuten und blieben rund 2,4 Sekunden hinter den siegreichen Niederländern (1:21,16) zurück. „Es hat sich gezeigt, dass die Spitzenteams auf der Schlussrunde mehr zum Zusetzen hatten“, analysierte Teamchef Helge Jasch.

          Auf der dritten Position hatte der Erfurter Stefan Emele aus Erfurt seine Weltcup-Debüt gefeiert. Der einst als Inline-Skater erfolgreiche Athlet hatte sich mit dem Titelgewinn über 1500 Meter bei den Meisterschaften in Inzell für das Weltcup-Team qualifiziert.

          Unterdessen gab das Präsidium der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) bekannt, dass Vizepräsident Uwe Rietzke und Schatzmeister Dieter Wallisch nach dem überraschenden Rücktritt von Präsidentin Stefanie Teeuwen vor einer Woche bis auf weiteres als Doppelspitze die Geschäfte des Verbands führen werden.

          Derzeit fänden Gespräche mit möglichen Kandidaten statt, mit denen die vakanten Positionen im Interesse der DESG und ihrer Mitglieder bis zur Wahl im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr 2020 kommissarisch besetzt werden können. Das Vorgehen werde eng mit den Vertretern der Landesverbände abgestimmt, hieß es weiter. Für die Wahl im kommenden Jahr hatte zuvor Olympiasiegerin Claudia Pechstein ihren Lebensgefährten Matthias Große ins Gespräch gebracht, andere Kandidaten gibt es bislang nicht.

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