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Skifliegen : Wellinger und Eisenbichler auf dem Podium

  • Aktualisiert am

Weit geflogen: Andreas Wellinger Bild: AFP

Die deutschen Skispringer liefern zum Ende der Saison noch einmal eine tolle Show. Beim Weltcup in Planica landen Wellinger und Eisenbichler hinter Österreichs Superflieger Kraft auf den Plätzen zwei und drei.

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          Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler flogen mit Wut im Bauch auf das Podium, doch ganz oben stand wieder einmal Doppel-Weltmeister Stefan Kraft. Knapp eine Woche nach dem tränenreichen Finale der RAW-AIR-Tour lieferten die deutschen Mixed-Weltmeister am Freitag beim Weltcup in Planica eine tolle Flugshow ab und mussten nur dem erneut überragenden Weltrekordflieger aus Österreich den Vortritt lassen.

          Während Wellinger als Zweiter bereits zum elften Mal in dieser Saison auf dem Treppchen stand, bejubelte Eisenbichler als Dritter erst den dritten Podestplatz in seiner Karriere. „Fantastisch, wie beide das gemacht haben“, lobte Bundestrainer Werner Schuster und stellte nach dem hochklassigen Wettbewerb neidlos fest: „Kraft ist derzeit einfach diese Nuance besser.“

          Bei frühlingshaften Temperaturen zeigten sich Wellinger und Eisenbichler gut erholt von den Rückschlägen in Vikersund, wo sie am vergangenen Sonntag das Finale der RAW-AIR-Tour verpatzt hatten. Wellinger lag nach zwei Sprüngen auf 235 Meter nur um 9,8 Punkte hinter Kraft, der auf 243 und 240,5 Meter kam. Eisenbichler garnierte Rang drei mit dem persönlichen Rekord von 243,5 Metern im ersten Durchgang und legte im Finale 236 Meter nach. „Wir sind extrem gut geflogen. Beide auf dem Podest - das ist der Wahnsinn“, sagte Wellinger.

          „Die Form passt, das Gefühl stimmt“, hatte der zweimalige WM-Zweite schon nach dem ersten Versuch zufrieden festgestellt. Immerhin gab der 21-Jährige sein Debüt auf der vor zwei Jahren umgebauten Letalnica-Schanze. „Er hat hier einen Genusssprung nach dem anderen gemacht“, lobte Schuster. „Auch wenn er ein paar kleine Fehler drin hatte.“

          Die vermied Kraft, der im Kampf um die große Kristallkugel vor dem Finale am Sonntag nun die besten Karten hat. Der Österreicher liegt mit 1565 Punkten um 86 Zähler vor Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch aus Polen, der Fünfter wurde. Wellinger ist mit 1081 Punkten Gesamtvierter hinter dem Norweger Daniel Andre Tande (1201).

          Was ganz Besonderes

          Noch weiter ins Tal ging es für Eisenbichler. „Ich habe hier eine bessere Verbindung zur Schanze. In Vikersund hat das nicht gepasst. Hier macht es richtig Spaß“, sagte der WM-Dritte von der Normalschanze. Entsprechend groß war die Freude über den ersten Podiumsplatz im Skifliegen: „Das ist etwas ganz Besonderes. Ich bin überglücklich.“ Auch Schuster war von dem 25-Jährigen begeistert: „Er hat hier richtig gut reingefunden, super Flüge gezeigt und einen tollen Wettkampf gemacht. Ich bin sehr zufrieden.“

          Karl Geiger belegte mit 224,5 und 227 Metern Rang 16, Richard Freitag wurde mit 213 und 222 Metern 25. Andreas Wank schied nach einem Sprung auf 205,5 Meter als 32. genauso aus wie Stephan Leyhe, der mit 201,5 Metern nur auf Platz 37 kam.

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