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Harte Kritik am Wasalauf : Schwedischer König sorgt für große Empörung

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Der schwedische König Carl XVI. Gustaf und seine Frau, Silvia von Schweden (Bild von Olympia 2010 in Vancouver) Bild: Picture-Alliance

Der Wasalauf ist ein Mythos – weit über Schweden hinaus. Er wird seit 1922 ausgetragen und ist eine der größten Langlaufveranstaltungen der Welt. Nun aber sorgt König Carl XVI. Gustaf mit unbedachten Äußerungen für Aufregung.

          Der schwedische König Carl XVI. Gustaf hat mit unbedachten Aussagen über den nationalen Mythos Wasalauf in seinem Land Empörung hervorgerufen. „Eigentlich ist das doch todlangweilig“, sagte der 72-Jährige am Rande der alpinen Ski-WM im Fernsehstudio von SVT, „der Wasalauf ist das Langweiligste, was es gibt. Es passiert nichts. Sie laufen und laufen und laufen, nur auf den letzten Kilometern geben sie ein bisschen Gas.“

          Der 90 Kilometer lange Wasalauf zwischen den Orten Sälen und Mora wird seit 1922 ausgetragen und ist eine der größten Langlaufveranstaltungen der Welt. Das Rennen am ersten März-Wochenende soll an die historische Flucht von Gustav I. Wasa auf Skiern vor den Soldaten des dänischen Königs Christian II. im Jahr 1521 erinnern. 2018 nahmen 65.000 Läufer teil, im schwedischen Fernsehen sah ein Millionenpublikum zu. „Der König und unsere Königsfamilie sind bekannt dafür, dass sie einzigartige Botschafter für Schweden sind. Aber hier ist der König kein guter Botschafter für unser Kulturerbe, den Wasalauf“, sagte Torbjörn Nordvall, Pressechef der schwedischen Langlauf-Nationalmannschaft.

          Die zweimalige Skilanglauf-Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk kehrt derweil bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld überraschend auf die große Bühne zurück. Die Polin will bei den Titelkämpfen in Tirol (19. Februar bis 3. März) in der Staffel und im Teamsprint an den Start gehen. Das bestätigte die 36-Jährige bei Twitter. Auch ein Einsatz über 10 km Klassik ist nicht ausgeschlossen, auf ihrer Paradestrecke hatte Kowalczyk 2014 in Sotschi Olympia-Gold geholt.

           „Im Teamsprint soll Justyna gemeinsam mit Monika Skinder laufen. Die endgültigen Entscheidungen treffen wir vor Ort“, sagte Apoloniusz Tajner, Präsident des polnischen Skiverbandes, dem Portal sportsinwinter.pl. Kowalczyk hat seit Januar 2018 keinen Weltcup mehr bestritten, tritt aber weiterhin regelmäßig bei internationalen Langstreckenrennen an. Zuletzt hatte die zweimalige Weltmeisterin als Trainerin im Verband gearbeitet.

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