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Wintersport in der Krise : Der Berg ruft nicht mehr

Drei französische Langläufer trainieren im Langlaufzentrum Espace Nordique des Confins in den Savoyen – auf Kunstschnee. Bild: ddp Images

Skigebiete ohne Schnee, Olympische Spiele ohne Bewerber, Jugendliche ohne Interesse: Der Wintersport steht vor einer ungewissen Zukunft. Das hat Folgen.

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          Ein Jahr harter Arbeit hat sich in Luft aufgelöst“, klagte Vincent Jay, Sportdirektor des Skiklubs in Val d’Isère, nachdem schon Anfang der Woche eine Inspektion der Schneeverhältnisse ergab, dass am kommenden Wochenende keine Speedrennen im französischen Skiort ausgetragen werden können: keine Abfahrt, kein Super-G, keine Kombination für die Frauen. Die Männer konnten dagegen starten: Für Riesenslalom und Slalom auf der Face de Bellevarde reichten die Bedingungen. „Kriterium des ersten Schnees“ heißen die traditionsreichen Wettbewerbe in Savoyen. Auch wenn es dann ausgerechnet während des Riesenslaloms heftig schneite, war in diesem Jahr das entscheidende Kriterium, ob überhaupt genügend Schnee liegt. Wieder einmal.

          Weitere Meldungen der Woche: Der Weltcup-Saisonstart der Skicrosser ist verschoben worden, schon zum zweiten Mal. Warme Temperaturen und zu wenig Niederschlag hatten erst in Val Thorens (Frankreich) und dann im Montafon (Österreich) zu Absagen geführt. Nun soll in Arosa (Schweiz) gestartet werden. Allerdings eine Woche später, als ursprünglich geplant, um den Organisatoren mehr Zeit für die Schnee- und Streckenproduktion zu geben.

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