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Vor der Vierschanzentournee : Die verzwickte Lage des Markus Eisenbichler

Auf der Suche nach der Form des vergangenen Winters: Markus Eisenbichler Bild: Picture-Alliance

Neben Ryoyu Kobayashi war Markus Eisenbichler der überragende Mann der vergangenen Saison. Nun aber sucht er nach seiner Form – und findet für die Probleme vor der Vierschanzentournee klare Worte.

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          Diesmal ist die Lederhose zu Hause geblieben. Dass man aber auch im Smoking schuhplattlern kann, hat Markus Eisenbichler unlängst einem Millionenpublikum vor den Fernsehbildschirmen gezeigt. Die mehr als 700 Gäste im prallgefüllten Kurhaus von Baden-Baden waren entzückt, als Eisenbichler, gemeinsam mit seinen weltmeisterlichen Skisprungkameraden Karl Geiger, Stephan Leyhe und Richard Freitag, von Deutschlands Sportjournalisten soeben zur Mannschaft des Jahres gewählt, der Aufforderung nicht widerstehen konnte und eben im feinen Zwirn einen Schuhplattler auf die Bühne legte.

          Eisenbichler kann das. Es ist ihm quasi in die Wiege gelegt, dem Oberbayer, der in seinem Dialekt so herrlich reden und schimpfen kann. Zu Letzterem hat der 28 Jahre alte Weltmeister in diesen Tagen allen Grund. Eisenbichler ist derzeit weit von der Form entfernt, die ihn zu Beginn des Jahres in Tirol zum Weltmeister hat werden lassen. Skispringen von der Großschanze im Einzel und mit der Mannschaft, Skispringen von der Normalschanze im Mixed-Team mit den überragenden deutschen Frauen: Dreimal durfte sich Eisenbichler in Innsbruck und Seefeld bei den Nordischen Titelkämpfen weltmeisterliche Klänge anhören. Dreimal Gold – eine derartige Ausbeute bei einer WM hat es von einem deutschen Skisprungspezialisten noch nicht gegeben. Es war der gerechte Lohn für seine Leistungen in einem Winter der Superlative. Denn neben dem japanischen Überflieger Ryoyu Kobayashi war Eisenbichler der überragende Mann der Saison.

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