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Viktoria Rebensburg : „Die letzte Kurve hab ich verhauen“

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„Das ärgert mich gerade ein bisschen“: Viktoria Rebensburg über ihren Fehler Bild: dpa

Auf den ersten Podestplatz des Winters müssen die Deutschen zwar noch warten, aber die Form in den schnellen Ski-Disziplinen stimmt bei Kira Weidle und Viktoria Rebensburg. Ein Fehler ärgert Rebensburg dann aber doch sehr.

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          Die deutschen Skirennfahrerinnen Kira Weidle und Viktoria Rebensburg haben ihre gute Form bei der zweiten Weltcup-Abfahrt des Winters untermauert. Beim Sieg der Österreicherin Nicole Schmidhofer belegte Weidle am Samstag in Lake Louise den sechsten Platz. Zum Podest fehlten ihr weniger als zwei Zehntelsekunden. „Es war brutal zäh zum Fahren. Die Sicht und die Piste haben da keine Gnade gezeigt, es war ein wilder Ritt. Aber es hat sich gelohnt, ich habe die Ski ganz gut laufen lassen“, sagte Weidle. Tags zuvor hatte sie Platz acht belegt.

          Rebensburg kam in Kanada nach Rang vier am Freitag auf Position neun. „Bis zur letzten Kurve war ich wirklich sehr solide, sehr gut unterwegs. Die letzte Kurve hab ich verhauen, da habe ich drei oder vier Zehntel liegen lassen. Das muss einfach nicht sein“, meinte Rebensburg. „Das ärgert mich gerade ein bisschen.“ Schmidhofer gewann das Rennen vor Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin aus den Vereinigten Staaten (+0,13 Sekunden) und Francesca Marsaglia aus Italien (+0,43).

          Von den weiteren deutschen Fahrerinnen konnte nur Patrizia Dorsch auf Platz 30 Weltcup-Punkte sammeln. Michaela Wenig hatte Probleme mit dem Kurs und schied aus. Veronique Hronek belegte den 31. Platz, Katrin Hirtl-Stanggassinger beendete das Rennen auf Rang 39. Am Sonntag folgt in Lake Louise noch ein Super-G. „Da hat es die letzten Jahre etwas gefehlt. Aber ich habe gut trainier und bin super motiviert“, sagte Weidle. „Die Piste ist in einem super Zustand. Da heißt es volle Attacke.“

          Skirennfahrer Dominik Schwaiger hat derweil mit dem besten Abfahrts-Ergebnis seiner Karriere die Bilanz der deutschen Mannschaft in Beaver Creek gerettet. Dank des überraschenden siebten Platzes am Samstag gewann er zudem eine Wette mit Alpinchef Wolfgang Maier. „Ich bin auf alle Fälle super happy mit meinem siebten Platz“, berichtete Schwaiger in Colorado. „Kleiner Anreiz war noch: Ich habe mit Wolfi eine kleine Wette am Laufen gehabt. Wenn ich Top 15 fahre, kriegen wir eine Kamera für’s Team, damit wir mal gescheite Fotos machen können für den DSV-Kanal.“

          Mit Startnummer 41 hatte der 28-Jährige im Ziel nur 0,64 Sekunden Rückstand auf Sieger Beat Feuz aus der Schweiz und war damit genauso schnell wie der Norweger Aleksander Aamodt Kilde auf dem geteilten siebten Platz. In einer Abfahrt oder einem Super-G war Schwaiger in seiner Karriere nie besser, einzig im Parallel-Riesenslalom gelang ihm vor vier Jahren mal ein vierter Platz. Schwaiger war am Samstag der einzige Deutsche in den Top 10.

          Den zweiten Platz teilten sich Vincent Kriechmayr aus Österreich und der Franzose Johan Clarey mit je 0,41 Sekunden Rückstand auf Feuz. Eine Woche nach seinem sensationellen Comeback-Sieg in Lake Louise verpassten Thomas Dreßen die vorderen Plätze kam als zweitbester Deutscher auf Rang 19. „Grundsätzlich bin ich mit der Zeit zufrieden - bis auf die Netzkurve oben, die war halt scheiße. Da habe ich das Rennen weggeschmissen“, sagte Dreßen. Auf die Spitze fehlten ihm 1,10 Sekunden. Vor einem Jahr war er in Beaver Creek gestürzt und hatte sich schwer am Knie verletzt. Erst vergangene Woche hatte er sein Weltcup-Comeback gegeben und in Lake Louise sensationell gewonnen.

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