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Vierschanzentournee : Sieben Deutsche im Finale

  • Aktualisiert am

Blick voraus: Die Schanze in Bischofshofen ist Richard Freitag nicht die liebste Bild: dpa

Alle deutschen Skispringer sind beim Tourneefinale in Bischofshofen dabei – doch nach einem weiteren Feiertag für Freitag und Co. sieht es nicht aus. Überschattet wurde die Qualifikation von zwei bösen Stürzen.

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          Severin Freund und Richard Freitag haben sich bei der Qualifikation zum Finalspringen der Vierschanzentournee in Bischofshofen in guter Verfassung gezeigt. Freund sprang am Montag  mit 132,5 Metern auf Platz fünf. Der Innsbruck-Sieger Richard Freitag wurde mit 130,5 Metern Achter. Auch Michael Neumayer, Stephan Leyhe, Marinus Kraus, Daniel Wenig und Markus Eisenbichler sind beim Tournee-Finale an diesem Dienstag (16.30 Uhr) dabei.

          Für Freitag war seine Leistung „soweit in Ordnung. Luft nach oben ist soweit ganz gut. Ich freu mich auf morgen“, sagte er. Als Gesamt-Fünfter kann Freitag noch mit einem Podestplatz in der Gesamtwertung rechnen. „Ich bleibe bei meinen Sachen, dann schauen wir mal was rauskommt“, erklärte Freitag. Auch Freund rechnet sich einiges aus: „Wir wollen hier auch nochmal angreifen und das werden wir machen.“ 

          Die Qualifikation gewann der Österreicher Michael Hayböck mit 137,5 Metern. Der Führende im Gesamtweltcup lag vor seinem Landsmann Stefan Kraft, der beste Chancen auf den Tourneesieg hat. Dritter wurde Norwegens Anders Jacobsen mit der Tagesbestweite von 139,5 Metern.

          Überschattet wurde das Springen von Stürzen des Amerikaners Nicholas Fairall und des Japaners Daiki Ito. Letzterer konnte den Auslauf zu Fuß verlassen, Fairall winkte den Fans auf dem Weg ins Krankenhaus zu.

          Schneller, höher, weiter: Michael Hayböck gewinnt die Qualifikation in Bischofshofen

          Richard Freitag winkt nach dem ersten deutschen Tournee-Erfolgs seit zwölf Jahren noch Platz drei im Gesamtklassement, zu dem ihm rund 15 Punkte fehlen. „Ich bleibe bei meinen Sachen, dann schauen wir mal was rauskommt“, erklärte der 23-Jährige. Im Sog des Sachsen können auch Freund, Kraus und Debütant Leyhe auf das beste Tournee-Endergebnis ihrer Karriere hoffen. „Das wäre schon ein Schritt nach vorn“, sagte Schuster.

          Er nahm vor allem Freund in die Pflicht, der momentan Gesamt-Zehnter ist. „Beim Severin sind die Sprünge nicht mehr so stabil wie sie noch vor Weihnachten waren. Da ist ein bisschen der Wurm drin. Er muss im Arbeitsmodus bleiben und sich wieder herankämpfen.“ Der Skiflug-Weltmeister selbst schielt nicht auf die Ergebnisliste: „Die Tournee-Gesamtwertung ist mir mittlerweile egal, weil ich schon einmal unter den Top Ten war“, erklärte Freund.

          Ganz anders ist die Gefühlslage bei Tournee-Spitzenreiter Kraft. „Ich muss morgen zweimal voll attackieren, dass sich das ausgeht. Das werd ich natürlich machen“, sagte der 21 Jahre alte Österreicher vor dem ausverkauften Finale unweit seiner Heimat Schwarzach. Zwar wollte sich Kraft noch nicht in Sicherheit wiegen, doch selbst Verfolger Michael Hayböck räumte ein: „23 Punkte sind nicht aufholbar, außer es passiert etwas Außergewöhnliches.“

          Das will Kraft mit aller Macht verhindern. „Zurückschrauben werde ich sicher nicht. Ich werde weiter mit Vollgas durchziehen und versuchen, zwei Bomben hinunterzuhauen“, kündigte er an. Körperlich und mental sei er fit. „Ich werde sicher nicht so nervös werden, dass ich meine Sprünge nicht mehr zeigen kann“, sagte Kraft. Für Schuster ist die Sache deshalb klar: „Kraft springt technisch brillant und ist auch mental auf einer Welle. Er hat schon viel Vorsprung, der müsste reichen.“

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