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Vierschanzentournee : Ein Konkurrent weniger für Geiger und Eisenbichler

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Keiner sprang in der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen besser als Anze Lanisek. Bild: AFP

Die deutschen Top-Skispringer zeigen in der Qualifikation, dass sie bereit sind für das Neujahrsspringen. Ein Olympiasieger verpasst das Spektakel am 1. Januar dagegen. Für einen Mitfavoriten ist der Kampf um den goldenen Adler vorbei.

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          Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben ihre gute Skisprung-Form abermals unter Beweis gestellt und im Rennen um den Tournee-Gesamtsieg einen großen Konkurrenten weniger. In der Qualifikation zum Neujahrsspringen der Vierschanzentournee sprang Eisenbichler 135,5 Meter weit und belegte Platz drei. Der Oberstdorfer Auftaktgewinner Geiger landete mit 132 Metern auf Rang fünf. Den Sieg sicherte sich am Donnerstag der Slowene Anze Lanisek vor dem bisherigen Saison-Überflieger Halvor Egner Granerud aus Norwegen.

          Dessen Landsmann und Mitfavorit Marius Lindvik konnte wegen starker Zahnschmerzen nicht springen. Der 22-Jährige, der in Oberstdorf Dritter geworden war, reiste nach Innsbruck zu einem Arzt und fällt für das Springen diesen Freitag (14.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Vierschanzentournee, in der ARD und bei Eurosport) aus. Chancen auf den goldenen Adler für den Tournee-Champion hat der Vorjahressieger von Garmisch-Partenkirchen und Gesamtzweite 2019/20 damit nicht mehr. Zudem war auch in Garmisch das Thema Corona größer als erhofft: Ein russischer Athlet wurde positiv auf das Virus getestet.

          „Unsere zwei Top-Athleten haben solide Sprünge gezeigt“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. „Wir haben nicht unbedingt den besten Wind erwischt, aber die Qualität der Sprünge war wieder hoch.“ Geiger bewertete das sportliche Silvester so: „Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Es war jetzt noch nicht ganz perfekt, aber das ist ein gutes Zeichen.“

          Neben ihm und Eisenbichler qualifizierten sich sieben weitere Deutsche für den zweiten Akt der großen Flugshow rund um den Jahreswechsel. Der immer noch formschwache Olympiasieger Andreas Wellinger, Luca Roth und Kilian Märkl dürfen dagegen nicht in einem der 25 K.o.-Duelle des ersten Wettkampf-Durchgangs teilnehmen.

          Geiger hatte den Start des Schanzen-Spektakels in seinem Heimatort am Dienstag knapp vor dem Polen Kamil Stoch gewonnen. Erstmals seit Severin Freund 2015 hatte damit wieder ein Deutscher kurz nach Weihnachten auf der Schattenbergschanze triumphiert.

          In der engen Tournee-Gesamtwertung liegt Geiger umgerechnet anderthalb Meter vor Stoch. Der Gesamtweltcup-Führende Granerud (sechs Meter) und Eisenbichler (neun Meter) sind ebenfalls in Schlagdistanz. „Der Markus hat nach wie vor alle Chancen“, sagte Horngacher. „Wichtig ist, dass er bei seinen Sachen bleibt und dass er fokussiert bleibt aufs Skispringen.“ Dass in diesem Jahr ein Sportler wie Ryoyu Kobayashi vor zwei Jahren oder Stoch 2017/18 die Tournee komplett dominiert, ist nicht abzusehen.

          Sollte Geiger auch in Garmisch siegen, wäre ihm etwas gelungen, was zuletzt Sven Hannawald geschafft hat: Der heute 46-Jährige gewann 2002 nach seinem Auftakt-Erfolg auch auf der Großen Olympiaschanze. Fünf Tage später feierte er den bis dato letzten deutschen Tourneesieg.

          Vierschanzentournee

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