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Vierschanzentournee : Die Quadratur des Springens

  • -Aktualisiert am

Lichtspiele - aber nur in der Luft: Springer in Bischofshofen Bild: dpa

Windpunkte, Lichtspiele, Bindungsstäbe: Der Internationale Skiverband hat mit den neuen Regeln bei der Vierschanzentournee für Zündstoff genug gesorgt. Denn nicht nur die Sicherheit der Athleten soll erhöht werden - sondern auch der Nervenkitzel.

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          Walter Hofer bläst der Wind ins Gesicht, wieder einmal. Und das heißt, dass Neuerungen im Skispringen kontrovers diskutiert werden. Als Renndirektor im Internationalen Skiverband (Fis) ist der promovierte Sportwissenschaftler Hofer einer der einflussreichsten Männer des Wintersports - und den Weg des Skispringens in die Moderne hat der Österreicher maßgeblich geebnet. Keine Änderung der Regeln, keine Innovation ohne sein Zutun, meist kam der Anstoß von ihm. Hofer zieht die Strippen.

          Bei der Vierschanzentournee, die an diesem Donnerstag mit dem Springen von Bischofshofen im Salzburger Land zu Ende geht, hat Hofer wieder einmal gespürt, dass viel Ehr' auch viele Feinde bedeuten kann. Es war die Tournee, bei der die neue Windregel erstmals angewandt wurde, und es war die Tournee der neuen Bindungs-Generation - Gesprächsstoff, Zündstoff genug. Im Bestreben Hofers und seiner Mitstreiter liegt es, Skispringen „am Markt zu plazieren“, ein abflauendes Interesse, vor allem in Deutschland nach dem Tief der vergangenen Jahre, aufzufangen, das Flämmchen weiter anzufachen zu einem wärmenden Feuer.

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