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Vier-Schanzentournee : „Diesmal kein Österreicher!“

Will hoch hinaus: Severin Freund springt bei der Vierschanzentournee Bild: AFP

Die Deutschen wollen die Co-Gastgeber ärgern: Bei der Vier-Schanzen-Tournee rechnet Bundestrainer Werner Schuster mit seinem Team. Sogar die Konkurrenz findet lobende Worte.

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          Ein großes Lob kommt ausgerechnet vom größten Konkurrenten: Die deutsche Mannschaft, urteilte Heinz Kuttin, der Chefcoach der österreichischen Skispringer, werde bei der 63. Auflage der Vierschanzentournee um den Sieg mitspringen. „Man sieht bei ihnen ganz klar eine Entwicklung“, sagte der 43-Jährige anerkennend, „ihre Mischung stimmt.“

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Seit 2008 haben ausschließlich Athleten aus seinem Team Austria das Spektakel rund um Silvester für sich entschieden: Loitzl, Kofler, Morgenstern, Schlierenzauer (zweimal) und Diethart hießen zuletzt die Champions, die eine in der Historie der Veranstaltung einmalige Erfolgsserie begründeten. Auch dieses Mal gehören Kuttins Leute ohne Zweifel zum Favoritenkreis. Doch wenn es von Sonntag an zunächst in Oberstdorf (16.30 Uhr/live in ARD und Eurosport sowie F.A.Z.-Liveticker) wieder ernst wird, will ihnen endlich ein Landsmann einen Strich durch die Rechnung machen. Werner Schuster, der aus dem Kleinwalsertal stammt, noch immer in Tirol seinen Hauptwohnsitz hat, aber seit sechs Jahren die Skisprungsparte des Deutschen Skiverbandes voranbringt, kündigte optimistisch an: „Die Plätze sechs, sieben oder zehn sind nicht unser Anspruch.“

          Freund und Freitag

          13 Akteure nominierte er für den Traditionswettbewerb. Angeführt wird sein Aufgebot von Severin Freund (DJK Rastbüchl), der nach seinem Triumph als Team-Olympiasieger in Sotschi im vergangenen Frühjahr auch noch Skiflug-Weltmeister wurde und in diesem Winter wiederum auf fortwährend hohem Niveau im Weltcup Leistung zeigte. „Sein Formaufbau ist planmäßig verlaufen. Derzeit ist es Severin möglich, aus eigener Kraft Spitzenergebnisse einzuspringen. Das ist eine Voraussetzung, um bei der Tournee erfolgreich sein zu können“, sagte Schuster.

          Marinus Kraus (WSV Oberaudorf) und Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf) präsentieren sich in den ersten Saisonwochen ebenfalls in solider Verfassung, während sich Richard Freitag (SC Aue) nach langer Verletzungs- und Krankheitspause kurz vor Weihnachten mit seinem Coup bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg in der Weltspitze zurückmeldete. Sein Kollege Freund äußerte sich beim Blick voraus forsch: Die Zeit sei reif, sagte der 26 Jahre alte Bayer, dass am Ende diesmal „kein Österreicher oben steht“.

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