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Val d'Isere, Gröden, Innichen : Mehrere Wintersport-Events abgesagt

Kaum Sicht: Schon am Freitag war das Wetter in Val d'Isere schlecht. Bild: EPA

Zu viel Schnee, zu viel Regen, zu viel Nebel: Wegen schlechten Wetters werden verschiedene alpine Ski-Wettbewerbe erst verschoben – und dann ganz abgesagt. Die Bedingungen seien „unmöglich“.

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          Für die Durchführung von Wintersport-Veranstaltungen, besonders im alpinen Bereich, braucht es gute bis nahezu perfekte Bedingungen. Zuallererst: Schnee. Davon auf keinen Fall zu wenig, aber eben auch nicht zu viel. Schon gar nicht, wenn er frisch fällt oder kurz zuvor gefallen ist. Außerdem: gute Sicht. Bei den rasanten Geschwindigkeiten in Super-G oder Abfahrt können kleinste Fahrfehler schwere Verletzungen nach sich ziehen. Vor allem Nebel sorgt dabei für ein großes und oft untragbares Risiko auf Seiten der Veranstalter.

          Nachdem bereits am Freitag etwa der Super-G in Gröden, bei dem am Ende der deutsche Ski-Rennfahrer Thomas Dreßen sensationell den dritten Platz belegte, immer wieder unterbrochen worden war – zwischenzeitlich war der Betrieb auf der nebelverhangenen Saslong sogar für 94 Minuten am Stück eingestellt – hat es nun auch verschiedene Veranstaltungen am Samstag erwischt.

          „Unmöglich“, sagte Herren-Renndirektor Markus Waldner im ZDF zu den Pistenbedingungen auf der Saslong. Im oberen Teil der Strecke schneite es, im unteren Abschnitt dagegen fiel Regen. Dadurch litt die Piste erheblich. Zunächst wurde der Lauf verkürzt. Weil keine Besserung in Sicht war, wurde die Abfahrt gestrichen. Nach der Absage der Männer-Abfahrt im Grödnertal wegen Schneefalls, Regens und Nebels sowie der ungünstigen Prognose für den weiteren Tagesverlauf gab der Internationale Skiverband Fis am späten Samstagvormittag auch die Absage der Abfahrt der Frauen in Val d‘Isere/Frankreich wegen Schneefalls und Regens bekannt.

          Dieses Rennen soll am Sonntag nachgeholt werden (11.00 Uhr), offen ist, was mit der vorgesehenen Kombination geschieht. Bei den Männern ist für Sonntag der Riesenslalom in Alta Badia (10.00/13.00 Uhr) geplant, die Abfahrt könnte auf Vorschlag von Fis-Renndirektor Markus Waldner in der kommenden Woche in Bormio/Italien stattfinden. Dort sind eine Abfahrt (28. Dezember) und ein Super-G (29.) vorgesehen, das Ersatzrennen für Gröden würde dann am 27. Dezember ausgetragen – auf einer verkürzten „Stelvio“.

          Damit sind im noch jungen Weltcup-Winter bereits mehrere Rennen abgesagt worden. In der Vorwoche fiel etwa der Riesenslalom der Männer in Val d‘Isere den Witterungsbedingungen zum Opfer. Dieses Rennen soll im März in Hinterstoder/Österreich nachgeholt werden.

          Außerdem wurde am Samstag auch das Weltcup-Rennen der Skicrosser in Innichen, das wie Gröden ebenfalls in den Südtiroler Dolomiten liegt, wegen zu viel Neuschnee abgesagt. Positiver Nebeneffekt: Aufgrund der Absage kam das deutsche Team durch Florian Wilmsmann zum ersten Podestplatz dieses Winters. Denn: In die Wertung wird dann das Qualifikationsergebnis von Freitag aufgenommen. Da war der 23 Jahre alte Sportler vom Tegernsee Zweiter geworden. Wilmsmann und die in Innichen traditionell starke Heidi Zacher hoffen nun darauf, dass das zweite geplante Rennen am Sonntag (13.30 Uhr) durchgeführt werden kann.

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