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Corona bedroht Skisport : Unerreichbare Berge

Viel Platz: Skifahrer haben im Schnitt 100 Quadratmeter Piste für sich. Bild: Imago

Schnee ist genug da, das Skifahren bleibt verboten. Skischulen, Vereine und Liftbetreiber leiden. Auch wenn die Ski-WM spektakuläre Bilder bietet: Corona bedroht eine ganze Sportkultur.

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          „Für mich ist Skifahren ganz weit weg“, sagt Boris Bregar in diesen Tagen und bekennt zu seiner eigenen Überraschung: „Die Ski-WM interessiert mich nicht mal.“ Eine bleierne Erkenntnis, von der er niemals dachte, dass sie ihn einmal treffen würde. Der 50-Jährige ist ein ausgewiesener Skifreak, immer beim ersten Schnee auf den Bergen, Ausbilder im Bayerischen Skiverband und in seiner Heimat seit zehn Jahren ehrenamtlicher Vorsitzender des Ski-Klubs Bad Reichenhall. „Präsident und Rampensau“, wie er sich selbst beschreibt. Derzeit im ungeplanten Corona-Vorruhestand.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          „Es war nicht so, dass ich dachte, ich muss jetzt raus, die Abfahrt sehen“, wundert sich Peter Hennekes vergangene Woche, ihn hat dieser fehlende Spirit betroffen gemacht. Hennekes ist Hauptgeschäftsführer im Deutschen Skilehrerverband (DSLV) und unterhält sein Büro „An der Kandahar 11“ in Grainau – praktisch die erste Adresse zur Weltcup-Strecke in Garmisch-Partenkirchen. Sonst erfüllt den ganzen Ort ein flirrendes Gefühl, wenn der Zirkus in der Stadt ist, alle zieht es raus an die Piste, um dabei zu sein. Aber warum soll man noch bei Skirennen zuschauen, wenn man selbst nicht Ski fahren darf?

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